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HanoiKlappentext:

Inmitten des Lärms der pulsierenden Hauptstadt Vietnams erschüttert plötzlich eine Reihe unerwarteter wie mysteriöser Todesfälle die Krankenhäuser in Hanoi. Auf den ersten Blick haben die Opfer wenig gemeinsam, doch nach und nach verstricken sich durch sie die unterschiedlichsten Schicksale. Die junge Journalistin Linh, Wirtschaftsstudentin Anne und Gelegenheitsarbeiter Tuan finden sich plötzlich in einem Geflecht aus Lügen und Ungereimtheiten wieder, vor dem die Medien die Augen verschließen und das auch vor Staatsinstanzen nicht Halt macht. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den einzelnen Todesfällen? Und was passiert hinter den stummen Wänden und fleckigen Vorhängen des Hanoi Hospitals?

Ein packender Krimi, in dem Welten aufeinanderprallen: Die Idylle vietnamesischer Reisfelder mit der Fortschrittlichkeit lärmender Metropolen. Die Identitätszweifel einer Deutsch-Vietnamesin mit dem Patriotismus der konservativen vietnamesischen Großfamilie. Hanoi Hospital taucht tief ein in das hektische Großstadtreiben Hanois und die Abgründe medizinischer Korruption durch die Kollision von arm und reich.

Meine Meinung:

„Hanoi Hospital“ ist weit mehr als ein Krimi. Da der deutsche Autor alles mit „europäischen“ Augen sieht, ist es unglaublich interessant, was er durch und über die Protagonisten zu erzählen hat. Die tiefen Einblicke in dieses uns doch fremde Vietnam sind praktisch das Tüpfelchen auf dem i, denn „Hanoi Hospital“ wartet zudem mit einer sehr spannenden Handlung auf.

Das Buch konnte mich von der ersten Seite an begeistern, es ist hervorragend geschrieben. Besonders hilfreich fand ich das Verzeichnis der „Dramatis Personae“ und das Glossar am Ende des Buches.

Meine absolute Leseempfehlung für diesen außergewöhnlichen Krimi. Bitte mehr davon.

Fazit: Spannender Vietnam-Krimi, der gleichzeitig einen tiefen Einblick in das Leben der dortigen Bevölkerung gibt.

Buchhighlight

 

  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Conbook Medien; Auflage: 1 (1. November 2015)

eBook, MOBI-Format. Hanoi Hospital: Vietnam-Krimi (Länderkrimis)

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HarbortKlappentext:

Hauptkommissar Stephan Harbort gehört zu Deutschlands Top-Profilern – sein Tagesgeschäft ist es, komplexe Situationen zu entschlüsseln und Kriminalfälle mit Blick für die Täterpsyche zu lösen. Fähigkeiten, die auch für den Alltag sehr hilfreich sind: Was tun bei Problemen mit dem Chef? Wie Konflikte mit den Nachbarn entschärfen? Harbort gewährt Einblick in die Methodik der operativen Fallanalyse und gibt ein Instrumentarium an die Hand, das es jedem ermöglicht, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, um mit klarem Blick Krisen zu bewältigen und richtige Entscheidungen zu treffen.

 

Meine Meinung:

Ich tat mich mit dem Anfang des Buches zunächst etwas schwer, denn Stephan Harbort startete sofort mit recht vielen Fachbegriffen. Doch nach kurzer Zeit hatte der Autor mich, spätestens nach der ersten Schilderung privater „Fälle“, bei deren Aufklärung er seine Methodik erfolgreich anwandte. Die Art, wie natürlich gerade diese privaten Ereignisse geschildert wurden, hat mir sehr gefallen.

Ich fand das Buch interessant, spannend und aufschlussreich. Den einen oder anderen Tipp werde ich direkt einmal anwenden und bin gespannt, ob er denn funktioniert. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Fazit: Sehr interessantes Sachbuch zum Thema Fallanalyse, dabei ganz und gar nicht trocken.

5 Sterne

 

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. März 2016)

Der klare Blick: Mit dem Wissen des Profilers Lügen entlarven und richtige Entscheidungen treffen

Der goldene HandschuhKlappentext:

Dieser phantastisch düstere, grell komische und unendlich traurige Roman ist der erste des Autors, der ohne autobiographische Züge auskommt. Ein Strunkbuch ist es trotzdem ganz und gar. Sein schrecklicher Held heißt Fritz Honka – für in den siebziger Jahren aufgewachsene Deutsche der schwarze Mann ihrer Kindheit, ein Frauenmörder aus der untersten Unterschicht, der 1976 in einem spektakulären Prozess schaurige Berühmtheit erlangte. Honka, ein Würstchen, wie es im Buche steht, geistig und körperlich gezeichnet durch eine grausame Jugend voller Missbrauch und Gewalt, nahm seine Opfer aus der Hamburger Absturzkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ mit.

Strunks Roman taucht tief ein in die infernalische Nachtwelt von Kiez, Kneipe, Abbruchquartier, deren Bewohnern das mitleidlose Leben alles Menschliche zu rauben droht. Mit erzählerischem Furor, historischer Genauigkeit und ungeheurem Mitgefühl zeichnet er das Bild einer Welt, in der nicht nur der Täter gerichtsnotorisch war, sondern auch alle seine unglücklichen Opfer. Immer wieder unternimmt der Roman indes Ausflüge in die oberen Etagen der Gesellschaft, zu den Angehörigen einer hanseatischen Reederdynastie mit Sitz in den Elbvororten, wo das Geld wohnt, die Menschlichkeit aber auch nicht unbedingt. Am Ende treffen sich Arm und Reich in der Vierundzwanzigstundenkaschemme am Hamburger Berg, zwischen Alkohol, Sex, Elend und Verbrechen: Menschen allesamt, bis zur letzten Stunde geschlagen mit dem Wunsch nach Glück.


Meine Meinung:

Ich muss es so sagen: Obwohl mir beim Lesen mehrfach übel wurde, konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Warum? Weil die Story ungeschönt ist. Weil es diese Art von Menschen gab und ganz sicher noch gibt. Es gibt sie, die „Säberalmas“ (Frauen, die vom Alkoholmissbrauch ein Speichelproblem haben) oder „Schimmlige“ (dieses Wort bedarf keiner Erklärung), die ganz hinten in 24-Stunden Kneipen vor sich hin vegetieren oder dort sogar unbemerkt sterben.

Das Buch ist unglaublich gut geschrieben. Da passt jeder Satz, jedes Wort. Allerdings schaffte der Autor es nicht, mein Mitgefühl oder gar Verständnis für dieses Monster Honka zu wecken, das nicht. Aber ich habe nun eine etwas andere Sichtweise auf diesen Menschen. Und auf seine Opfer. Ob mir das jetzt gefällt oder nicht.

Ich kann das Buch jedem Leser empfehlen, der einmal einen Blick auf die absoluten Verlierer, den sogenannten „Abschaum der menschlichen Gesellschaft“, werfen möchte. Aber Vorsicht, dieser Blick ist sehr schwer auszuhalten.

Ach, eins noch: Die „grell komischen“ Dinge habe ich in diesem Buch gar nicht wirklich wahrgenommen. Aber ich möchte nicht ungerecht sein, ich war und bin immer noch absolut schockiert.

Fazit: Eine erschütternde Millieustudie über ewige Verlierer. Schwer zu ertragen.

Buchhighlight

 

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 4 (26. Februar 2016)

 

 

Der goldene Handschuh

Der SchattenjungeKlappentext:

Mein Bruder ist anders als andere Kinder. Manche lachen über ihn wegen seiner körperlichen Abnormitäten, andere fürchten sich vor Simons Schatten.
Als eines Tages ein fahrender Zirkus in unser Dorf kommt, sieht mein Vater seine Chance gekommen, der Armut zu entfliehen, und verkauft meinen Bruder an Die Monstrositätenschau des unheimlichen Mr. Mulligan.
Dort ist Simon die Attraktion. Doch als er stirbt, überlebt Etwas, das schon immer alle gefürchtet haben …

 

 

 

 

Meine Meinung:

„Der Schattenjunge“ bildet den Auftakt zur neuen Mystery-Reihe „Circus Tortures“ aus dem Luzifer-Verlag. Es handelt sich hierbei um eine Novelle.

Bei dem Ausdruck „Circus Tortures“ würde der Leser ja normalerweise recht harten Stoff erwarten. Wer schon andere Storys von Michael Dissieux gelesen hat (was ich sehr empfehle), der weiß allerdings, das dieser viel eher ein Meister des subtilen, hintergründigen Horrors ist. Wer Splatter sucht, der wird ihn bei diesem Autor nicht finden. Was selbstverständlich nicht heißt, dass „Der Schattenjunge“ den Leser nicht packt und schockiert, eher ist das Gegenteil der Fall. Oft sind es ja die Dinge, die nur angedeutet werden, die den größten Schrecken verursachen. Der menschlichen Fantasie sind in dieser Hinsicht ja keine Grenzen gesetzt.

So überzeugt Michael Dissieux auch mit dieser hervorragend geschriebenen Novelle. Schade ist, dass der Klappentext zu viel verrät.

Fazit: Schaurig-schöne Story mit Tiefgang. Ein Muss für jeden Mystery-Fan.

5 Sterne
Der Schattenjunge: Mystery (Circus Tortures)

Millionen von NeresheimKlappentext:

Am Stauwehr in Untertürkheim treibt eine Leiche im Wasser des Neckars. Der Tote wird als Abt des Klosters Neresheim identifiziert. Kommissarin Anita Schenk und ihre beiden Mitarbeiter Sultan Koc und Peter Lutz versuchen, eine Spur des Täters zwischen Stuttgart, Neresheim und dem Ruhrpott zu finden. Was machte der Abt in Stuttgart? Warum traf er sich mit einem dubiosen Italiener? Und warum hortet dieser Italiener Eiswein im Wert von mehreren zehntausend Euro im Keller?

Die Aussage der Psychologin Katja Klar, die den Toten beim Rudern entdeckte, bringt Anita Schenk schließlich auf die Spur eines großangelegten Steuerbetrugs, den der Abt seit Jahren zur Rettung seines Klosters beging. Stammen daher die Neresheimer Millionen? Oder kommen sie etwa aus dem Verkauf des Klosterweines, der seltsam reichlich floss, obwohl der Abt einen Weinberg nach dem anderen verkaufte?

Kriminalhauptmeister Peter Lutz kommt der Sache im Fränkischen auf die Spur und Anita Schenk hat bei der Vernehmung der Psychologin einen Verdacht…

Meine Meinung:

„Die Millionen von Neresheim“ ist ein komplexer Kriminalroman, der von seinen Figuren lebt. Autor Jochen Bender fesselt den Leser mit einer spannenden und authentischen Story. Einzig eine sich anbahnende Liebesbeziehung fand ich in diesem Fall überflüssig und eher unglaubwürdig. Der Leser wird gekonnt mehrfach auf falsche Fährten geführt. Klare Leseempfehlung.

Es gibt übrigens schon zwei weitere Fälle rund um Anita Schenk, „Tödlicher Handel“ und „Ein feiges Attentat“. Diese muss man vor diesem Fall nicht zwingend gelesen haben, mir haben keine Informationen gefehlt.

Fazit: Spannender Kriminalroman, der das Privatleben der Ermittler nicht außen vor lässt.

4 von 5 Sternen

Broschiert: 270 Seiten
Verlag: Oertel u. Spörer; Auflage: Taschenbuchausgabe. (14. September 2015)
Sprache: Deutsch

Die Millionen von Neresheim: Ein Schwaben-Krimi

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Rotkäppchen und der liebe Wolf:

Wollte die zuverlässige Pflegerin Hannah Roth den freundlichen Senior Dr. Zahn wirklich mit einer tödlichen Infusion umbringen? Zum Glück konnte das Schlimmste verhindert werden. Oder doch nicht?

Nudelsuppe:
Auf einer Polizeiwache in einer beschaulichen Gegend Englands erscheint eine Lady, um einen Mord zu melden. Tatzeit und Opfer überraschen allerdings.

 

Meine Meinung:

Die beiden Kurzkrimis haben zusammen eine Länge von 43 Minuten. Sämtliche Rollen werden von Petra Weber (vielen Lesern sicherlich als Betreiberin des „KrimiKiosk“ bekannt), gesprochen.

Mir hat sehr gefallen, wie gut Frau Weber spricht. Sie tut dies sehr deutlich, mit stets passender Betonung und feinen Nuancen. Natürlich ist eine Sprecherin, und sei sie noch so professionell, nur so gut wie die Vorlage, nach der sie ihre Rollen anlegt. Henriette Pazzos psychologisch angelegte Kurzkrimis erwischen den Leser ganz besonders am jeweiligen Ende. Denn das hat es in beiden Fällen in sich. Ich kann „Mit zarter Hand“ sehr empfehlen.

Fazit: Zwei erstklassig gesprochene Kurzkrimis, die den Hörer am Ende sehr überraschen werden.

Die beiden Kurzkrimis sind im Audible-Abo bei Amazon gratis, und als Kauf für Euro 1,82 zu beziehen.

Mit zarter Hand: 2 Kurz-Krimis

Wem die oben Hörspiele gefallen haben, der kann gerne auf der Seite des „KrimiKiosk Verlag Petra Weber“ stöbern, es lohnt sich.

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Cold Cases – Verbrechen schlafen nicht

Gina Angelucci, die Partnerin des Münchner Kommissars Dühnfort, arbeitet in der Abteilung für Cold Cases in München: Sie löst Mordfälle, die seit Jahren nicht geklärt werden konnten. Auf die Bitte einer Mutter nimmt sie die Ermittlungen zu einem tragischen Fall wieder auf. Vor zehn Jahren verschwand die kleine Marie. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Der Vater von Marie hat Selbstmord begangen. Hat er seiner Tochter etwas angetan? Gina ahnt, dass ihre Kollegen damals die falschen Fragen stellten. Warum sollte der Vater das Mädchen töten? Oder ist Marie noch am Leben? Gina folgt einer Spur, die zu unendlichem Leid führt …

 

 

 

Meine Meinung:

Ich mache es kurz: Dieser Krimi hat mich dermaßen gefesselt, er hat mich tatsächlich bis in die frühen Morgenstunden, und das wohlgemerkt mitten in einer Arbeitswoche, wachgehalten. Aber ich musste unbedingt wissen, was nun tatsächlich mit dem Mädchen passierte.

Inge Löhnig beschert ihrer neuen Ermittlerin Gina Angelucci einen komplexen Fall, in dessen Verlauf der Leser sehr gekonnt auf falsche Fährten geführt wird. Ich habe an diesem Krimi absolut gar nichts auszusetzen und kann ihn wirklich jedem Leser wärmstens empfehlen. An dieser Stelle verweise ich auch noch einmal gerne auf die „Dühnfort-Krimireihe“ der Autorin. Gina Angelucci spielte dort bisher auch eine Rolle. Auch diese Reihe ist absolut empfehlenswert.

Fazit: Hochspannend, vielschichtig und authentisch. Absolut lesenswert!

Buchhighlight

 

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: List Taschenbuch (15. Januar 2016)

eBook im Mobi-Format: Gedenke mein: Kriminalroman
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