HarbortKlappentext:

Hauptkommissar Stephan Harbort gehört zu Deutschlands Top-Profilern – sein Tagesgeschäft ist es, komplexe Situationen zu entschlüsseln und Kriminalfälle mit Blick für die Täterpsyche zu lösen. Fähigkeiten, die auch für den Alltag sehr hilfreich sind: Was tun bei Problemen mit dem Chef? Wie Konflikte mit den Nachbarn entschärfen? Harbort gewährt Einblick in die Methodik der operativen Fallanalyse und gibt ein Instrumentarium an die Hand, das es jedem ermöglicht, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, um mit klarem Blick Krisen zu bewältigen und richtige Entscheidungen zu treffen.

 

Meine Meinung:

Ich tat mich mit dem Anfang des Buches zunächst etwas schwer, denn Stephan Harbort startete sofort mit recht vielen Fachbegriffen. Doch nach kurzer Zeit hatte der Autor mich, spätestens nach der ersten Schilderung privater „Fälle“, bei deren Aufklärung er seine Methodik erfolgreich anwandte. Die Art, wie natürlich gerade diese privaten Ereignisse geschildert wurden, hat mir sehr gefallen.

Ich fand das Buch interessant, spannend und aufschlussreich. Den einen oder anderen Tipp werde ich direkt einmal anwenden und bin gespannt, ob er denn funktioniert. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Fazit: Sehr interessantes Sachbuch zum Thema Fallanalyse, dabei ganz und gar nicht trocken.

5 Sterne

 

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. März 2016)

Der klare Blick: Mit dem Wissen des Profilers Lügen entlarven und richtige Entscheidungen treffen

 

17.03.2016friesenschulduo

Neuerscheinung: Ostfrieslandkrimi “Friesenschuld” von Edna Schuchardt im Klarant Verlag

Im Norden lässt es sich gut morden. Wer auf mysteriöse Kriminalfälle steht, kommt mit dem Ostfrieslandkrimi FRIESENSCHULD von Edna Schuchardt voll auf seine Kosten.

Die Autorin Edna Schuchardt hat mit „Friesenschuld“ ihren dritten Ostfrieslandkrimi als Taschenbuch und E-Book im Klarant Verlag veröffentlicht. In dem Kriminalroman mit viel Lokalkolorit geschehen schaurige Ereignisse. Die friedliche, ostfriesische Idylle trügt, ein dunkler Sumpf von Mord und Mystik erwartet den Leser. Ein absolutes Muss für Krimifans!

Zum Inhalt von Friesenschuld:

Als Isa das Haus ihrer verstorbenen Großtante erbt, muss die Schriftstellerin nicht lange nachdenken: Sie zieht nach Ostfriesland! Doch schnell wird klar: Irgendetwas stimmt mit diesem kleinen ostfriesischen Dorf nicht. Wieso leben hier keine Männer? Und was sind das für Gestalten, die im Nebel zu tanzen scheinen?

Isa beginnt Nachforschungen anzustellen und trifft auf ein Netz von Mord, Verbrechen und Schuld, das in ferner Vergangenheit beginnt, aber bis in die Gegenwart reicht. Bald schließt sich ihr Jonathan an, dessen Vater hier erhängt aufgefunden wurde – Jonathan glaubt nicht an den angeblichen Selbstmord …

Als Isas Haus verwüstet und zerstört wird, ist klar: Jemand ist gar nicht daran interessiert, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Doch Isa macht weiter, und bringt sich dabei in tödliche Gefahr …

Nach den Ostfrieslandkrimis “Friesenfeuer” (ISBN  978-3-95573-304-9)  und “Friesentod” (ISBN 978-3-95573-305-6) veröffentlicht Edna Schuchardt mit “Friesenschuld” (ISBN 978-3-95573-372-8) erneut einen gelungenen Kriminalroman von der Küste.

Das E-Book (ISBN 978-3-95573-383-4) kann bei allen bekannten E-Book Shops wie Amazon (für den Kindle eReader), Apple iTunes (für iBooks), Thalia (für tolino), Weltbild, buecher.de, buch.de, Hugendubel, Kobo und vielen weiteren erworben werden zum Preis von 3,99 Euro.

Das Taschenbuch ist zum Preis von 11,99 Euro im Buchhandel und auf vielen Onlineportalen erhätlich.

Mehr Informationen zu „Friesenschuld“ erhält der Leser hier:

http://www.amazon.de//dp/B01D1J697E und http://www.amazon.de//dp/3955733726

Hier noch einmal die Links zu den vorausgegangenen beiden Bänden:

Der goldene HandschuhKlappentext:

Dieser phantastisch düstere, grell komische und unendlich traurige Roman ist der erste des Autors, der ohne autobiographische Züge auskommt. Ein Strunkbuch ist es trotzdem ganz und gar. Sein schrecklicher Held heißt Fritz Honka – für in den siebziger Jahren aufgewachsene Deutsche der schwarze Mann ihrer Kindheit, ein Frauenmörder aus der untersten Unterschicht, der 1976 in einem spektakulären Prozess schaurige Berühmtheit erlangte. Honka, ein Würstchen, wie es im Buche steht, geistig und körperlich gezeichnet durch eine grausame Jugend voller Missbrauch und Gewalt, nahm seine Opfer aus der Hamburger Absturzkneipe „Zum Goldenen Handschuh“ mit.

Strunks Roman taucht tief ein in die infernalische Nachtwelt von Kiez, Kneipe, Abbruchquartier, deren Bewohnern das mitleidlose Leben alles Menschliche zu rauben droht. Mit erzählerischem Furor, historischer Genauigkeit und ungeheurem Mitgefühl zeichnet er das Bild einer Welt, in der nicht nur der Täter gerichtsnotorisch war, sondern auch alle seine unglücklichen Opfer. Immer wieder unternimmt der Roman indes Ausflüge in die oberen Etagen der Gesellschaft, zu den Angehörigen einer hanseatischen Reederdynastie mit Sitz in den Elbvororten, wo das Geld wohnt, die Menschlichkeit aber auch nicht unbedingt. Am Ende treffen sich Arm und Reich in der Vierundzwanzigstundenkaschemme am Hamburger Berg, zwischen Alkohol, Sex, Elend und Verbrechen: Menschen allesamt, bis zur letzten Stunde geschlagen mit dem Wunsch nach Glück.


Meine Meinung:

Ich muss es so sagen: Obwohl mir beim Lesen mehrfach übel wurde, konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. Warum? Weil die Story ungeschönt ist. Weil es diese Art von Menschen gab und ganz sicher noch gibt. Es gibt sie, die „Säberalmas“ (Frauen, die vom Alkoholmissbrauch ein Speichelproblem haben) oder „Schimmlige“ (dieses Wort bedarf keiner Erklärung), die ganz hinten in 24-Stunden Kneipen vor sich hin vegetieren oder dort sogar unbemerkt sterben.

Das Buch ist unglaublich gut geschrieben. Da passt jeder Satz, jedes Wort. Allerdings schaffte der Autor es nicht, mein Mitgefühl oder gar Verständnis für dieses Monster Honka zu wecken, das nicht. Aber ich habe nun eine etwas andere Sichtweise auf diesen Menschen. Und auf seine Opfer. Ob mir das jetzt gefällt oder nicht.

Ich kann das Buch jedem Leser empfehlen, der einmal einen Blick auf die absoluten Verlierer, den sogenannten „Abschaum der menschlichen Gesellschaft“, werfen möchte. Aber Vorsicht, dieser Blick ist sehr schwer auszuhalten.

Ach, eins noch: Die „grell komischen“ Dinge habe ich in diesem Buch gar nicht wirklich wahrgenommen. Aber ich möchte nicht ungerecht sein, ich war und bin immer noch absolut schockiert.

Fazit: Eine erschütternde Millieustudie über ewige Verlierer. Schwer zu ertragen.

Buchhighlight

 

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 4 (26. Februar 2016)

 

 

Der goldene Handschuh

Der SchattenjungeKlappentext:

Mein Bruder ist anders als andere Kinder. Manche lachen über ihn wegen seiner körperlichen Abnormitäten, andere fürchten sich vor Simons Schatten.
Als eines Tages ein fahrender Zirkus in unser Dorf kommt, sieht mein Vater seine Chance gekommen, der Armut zu entfliehen, und verkauft meinen Bruder an Die Monstrositätenschau des unheimlichen Mr. Mulligan.
Dort ist Simon die Attraktion. Doch als er stirbt, überlebt Etwas, das schon immer alle gefürchtet haben …

 

 

 

 

Meine Meinung:

„Der Schattenjunge“ bildet den Auftakt zur neuen Mystery-Reihe „Circus Tortures“ aus dem Luzifer-Verlag. Es handelt sich hierbei um eine Novelle.

Bei dem Ausdruck „Circus Tortures“ würde der Leser ja normalerweise recht harten Stoff erwarten. Wer schon andere Storys von Michael Dissieux gelesen hat (was ich sehr empfehle), der weiß allerdings, das dieser viel eher ein Meister des subtilen, hintergründigen Horrors ist. Wer Splatter sucht, der wird ihn bei diesem Autor nicht finden. Was selbstverständlich nicht heißt, dass „Der Schattenjunge“ den Leser nicht packt und schockiert, eher ist das Gegenteil der Fall. Oft sind es ja die Dinge, die nur angedeutet werden, die den größten Schrecken verursachen. Der menschlichen Fantasie sind in dieser Hinsicht ja keine Grenzen gesetzt.

So überzeugt Michael Dissieux auch mit dieser hervorragend geschriebenen Novelle. Schade ist, dass der Klappentext zu viel verrät.

Fazit: Schaurig-schöne Story mit Tiefgang. Ein Muss für jeden Mystery-Fan.

5 Sterne
Der Schattenjunge: Mystery (Circus Tortures)

 

NeuntöterKlappentext:

Berlin, Potsdamer Platz. Beim Klettern auf einem Baugerüst macht ein Junge eine grausame Entdeckung: Drei Leichen, einbandagiert in Panzertape, hängen in schwindelerregender Höhe an den Gerüststangen. Sie sehen aus wie Mumien und scheinen in dieselbe Richtung zu blicken, als würden sie auf etwas warten. Als die menschenscheue Fallanalystin Emma Carow auf den Fall angesetzt wird, ist ihr schnell klar, dass er für ihre Karriere entscheidend ist. Doch je fester sie sich verbeißt, desto mehr droht ein altes Trauma sie in den Abgrund zu ziehen.

 

 

 

Meine Meinung:

Gerade weil ich ungewöhnliche Hauptpersonen mag, ich nenne als Beispiel gerne eine meiner momentanen Lieblingsfiguren, und zwar Saga Norén aus der TV-Reihe „Die Brücke“, war ich auf die Fallanalystin Emma Carow sehr gespannt.

Zunächst funktionierte es auch. Ich fand die Story anfangs sehr spannend und mitreißend, auch wenn manche Dinge schwer zu ertragen waren, gerade was die Beschreibungen der Opfer betraf. Die Figur Emma erschien mir zunächst auch recht interessant und sie machte mich neugierig. Der Schreibstil gefiel mir ausnehmend gut, er war gerade zu Beginn ziemlich kurz und knapp gehalten. Später änderte er sich dann, die Sätze wurden etwas länger.

Nach einem Drittel begann diese Emma Carow jedoch mich zu nerven: ihre ganze Art, ihre für mich inzwischen völlig unlogischen Handlungen, gerade in Bezug auf das, was ihr vor zehn Jahren passiert war und sie schwer traumatisiert hatte. Auch die anderen Figuren in dem Buch fand ich teilweise dann sehr befremdlich. Hier wären die hochschwangere Chefin (die weiterhin fleißig rauchte) und zwei männliche Kollegen zu nennen, ein extremer Speiseeisfan und ein hinterhältiger Mobber.

Ungefähr in der Mitte des Buches tat Emma dann etwas so Abstruses, dass ich ab dem Zeitpunkt das Buch einfach nur noch in die Ecke pfeffern wollte. Ich fand sie als Person von da an völlig unglaubwürdig. Keine Ahnung, was sich das Autorenduo Astrid Ule und Eric T. Hansen dabei gedacht hat. Nun wollte ich lediglich noch die Auflösung wissen. Doch leider ergaben sich nur noch Dinge, die ich schon aus etlichen anderen Thrillern kannte, es gab keine wirklichen Überraschungen mehr. Selbst die Auflösung überzeugte nicht, es war alles ziemlich vorhersehbar. Sehr schade.

Fazit: Interessante, zu Beginn sehr spannende Story mit nervender Hauptperson. Gelungenes Cover.

2 von 5 Sternen

 

  • Broschiert: 496 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (29. Februar 2016)

 

 

Millionen von NeresheimKlappentext:

Am Stauwehr in Untertürkheim treibt eine Leiche im Wasser des Neckars. Der Tote wird als Abt des Klosters Neresheim identifiziert. Kommissarin Anita Schenk und ihre beiden Mitarbeiter Sultan Koc und Peter Lutz versuchen, eine Spur des Täters zwischen Stuttgart, Neresheim und dem Ruhrpott zu finden. Was machte der Abt in Stuttgart? Warum traf er sich mit einem dubiosen Italiener? Und warum hortet dieser Italiener Eiswein im Wert von mehreren zehntausend Euro im Keller?

Die Aussage der Psychologin Katja Klar, die den Toten beim Rudern entdeckte, bringt Anita Schenk schließlich auf die Spur eines großangelegten Steuerbetrugs, den der Abt seit Jahren zur Rettung seines Klosters beging. Stammen daher die Neresheimer Millionen? Oder kommen sie etwa aus dem Verkauf des Klosterweines, der seltsam reichlich floss, obwohl der Abt einen Weinberg nach dem anderen verkaufte?

Kriminalhauptmeister Peter Lutz kommt der Sache im Fränkischen auf die Spur und Anita Schenk hat bei der Vernehmung der Psychologin einen Verdacht…

Meine Meinung:

„Die Millionen von Neresheim“ ist ein komplexer Kriminalroman, der von seinen Figuren lebt. Autor Jochen Bender fesselt den Leser mit einer spannenden und authentischen Story. Einzig eine sich anbahnende Liebesbeziehung fand ich in diesem Fall überflüssig und eher unglaubwürdig. Der Leser wird gekonnt mehrfach auf falsche Fährten geführt. Klare Leseempfehlung.

Es gibt übrigens schon zwei weitere Fälle rund um Anita Schenk, „Tödlicher Handel“ und „Ein feiges Attentat“. Diese muss man vor diesem Fall nicht zwingend gelesen haben, mir haben keine Informationen gefehlt.

Fazit: Spannender Kriminalroman, der das Privatleben der Ermittler nicht außen vor lässt.

4 von 5 Sternen

Broschiert: 270 Seiten
Verlag: Oertel u. Spörer; Auflage: Taschenbuchausgabe. (14. September 2015)
Sprache: Deutsch

Die Millionen von Neresheim: Ein Schwaben-Krimi

Die Abstimmung ist anonym. Mehrfachabstimmungen sind ausgeschlossen und Kommentare werden zugelassen. Die Umfrage läuft bis zum 24.02.2016. Das Ergebnis wird danach veröffentlicht.