Archiv für die Kategorie ‘Krimi & Co. Fragebogen’

Dort untenKlappentext:

Zwei Menschen, die keine Gemeinsamkeiten haben und verschiedener nicht sein könnten, werden durch das Schicksal zusammengeführt.
Die eine ist Jana Heinkamp, die mit ihrer Schwester Polly in der elterlichen Konditorei arbeitet und sich mehr und mehr verdrängt fühlt.
Der andere ist ein Einzelgänger. Er weiß nicht, wer seine Eltern sind, und hat die schlimmen Erlebnisse seiner Kindheit nie verarbeitet. Aber er ist gar nicht so allein, wie es auf den ersten Blick scheint. In seinem Keller bewahrt er Frauen auf, zehn an der Zahl, und nicht alle von ihnen sind am Leben …

„Dort unten stirbst du!“ ist ein intensiver, grausamer und gnadenlos schneller Horrortrip, der die schlimmsten Albträume wahr werden lässt.

ACHTUNG: Enthält Szenen mit expliziten Gewaltdarstellungen! Nichts für schwache Nerven!

 

Meine Meinung:

Moe Teratos schont den Leser in ihrem neuen Thriller „Dort unten stirbst du!“ wahrlich nicht. Die Story fesselt von Anfang an und lässt bis zum Ende nicht mehr los. Ich fand die Einblicke in die Psyche des schwer gestörten Mörders sehr gelungen, auch wenn ich zugeben muss, dass diese Story für mich teilweise schon sehr schwer zu ertragen war. Die Autorin lässt den Mörder agieren, als sei sein Verhalten das Normalste auf der Welt und keineswegs abartig. Sehr erschreckend.

Mich hat der Thriller sehr gut unterhalten und ich bin sicher, dass wir in Zukunft mehr von dieser talentierten Autorin lesen werden. Es würde mich freuen. An dieser Stelle möchte ich auch noch das sehr gelungene Cover von Timo Kümmel erwähnen.

Fazit:
Grausam, brutal, spannend! Nur für Leser, die auf extrem harte Thriller stehen.

5 Sterne

  • Taschenbuch: 260 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (27. Oktober 2014)

 

Dort unten stirbst du! (Kauflink Amazon, Mobi-Format, Preis: 0,99 Euro/Stand 09.11.2014)


 

Moe Teratos

 

Name?
Moe Teratos

Familienstand?
Meistens glücklich verheiratet.

Kinder?
Nö.

Geburtsdatum bzw. Geburtsjahr?
29.11.1982

Größe?
1,76 m

Beruf?
Schreiberling mit Leib und Seele.

Deine Werke?
Da gibt es mittlerweile ein paar: Dort unten stirbst du!, Der Kehlenschneider, Leichenexperimente, Die Ratz-Reihe (Das Mordhaus, Mordsucht, Das Mordgesindel), Totentanz: Die Welt verwest, Geständnis: Warum ich töte.
Und dann kommen noch drei Kurzgeschichten dazu: Seelenwanderung in Bösartiges Frühstück, Die Schrecken in Mängelexemplare: Dystopia, und Die Rache in Horror-Legionen 1.

Deine Homepage?
www.moe-teratos.de

Warum schreibst du gerade in diesem Genre?
Weil ich seit frühester Jugend selbst nur Bücher aus diesem Genre lese. Ich bin z.B. mit einer kompletten Sammlung von King und Koontz aufgewachsen, und immer, wenn Mama und Papa nicht hingesehen haben, habe ich ein Buch aus dem Einband genommen und es heimlich gelesen.

Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?
Meine Eltern haben mir viel Liebe mitgegeben, und ein gesundes Misstrauen fremden Menschen gegenüber.

Du wirst zum Essen eingeladen. Was magst du gar nicht?
Wenn mein Gegenüber mich die ganze Zeit anstarrt. Und auf dem Teller sollten keine Meeresfrüchte oder so ein Quatsch wie Kaviar liegen.

3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?
Meine Katzen, mein Mann, mein Computer.

Dein Lieblingsurlaubsland und warum?
Schlaaaaaaand! Ich mache immer Urlaub in der eigenen Wohnung. Erstens habe ich Flugangst und zweitens traue ich niemandem zu, meine Katzen angemessen zu versorgen, wenn ich nicht da bin. Die Prinzessinnen verlangen eine minutengenaue Essensversorgung und genau abgestimmte Kuschelzeiten, das kann ich doch niemandem zumuten.

Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?
Zum Weinen bringt mich eigentlich jeder Film, in dem es Tieren an den Kragen geht, kann da einfach nicht hingucken. Der letzte, bei dem mir die Tränen kamen, war der Zeichentrickfilm “Cap und Capper”, den werde ich mir nie wieder ansehen.
Zum Lachen bringen mich alle „Ice Age“ Filme, aber auch der Film „Oben“ hat mir das ein oder andere Kichern entlockt. Ich steh‘ einfach auf diese Animationsfilme.

Deine Lieblingseissorte?
Schokolade, Nougat, Walnuss, Stracciatella, in der Reihenfolge bitte.

Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?
Die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson. Warum? Weil es die ersten Bücher waren, die mich fesselten, obwohl es darin nicht vordergründig um Gewalt ging. Sie begeisterten mich und sind mir bis heute in guter Erinnerung geblieben.

Von welchem Buch sollte man die Finger lassen und warum?
Von meinem Erstlingswerk “Geständnis: Warum ich töte”. Ich weiß, klingt jetzt seltsam, dass ich von meinem eigenen Buch abrate, aber ich finde es fürchterlich. Sobald ich es aufschlage, um darin zu lesen, klappe ich es sofort wieder zu und stelle es weg. Die Geschichte darin ist zwar gut, aber der Stil, in dem ich es geschrieben habe … sagen wir mal so: Ich habe mich entwickelt und bin meiner Meinung nach besser geworden.
Ich habe mir schon überlegt, das Buch noch einmal zu schreiben, also das alte nicht nur zu überarbeiten, sondern die Geschichte zu nehmen und es komplett neu zu schreiben. Dann könnte ich es vielleicht auch irgendwann empfehlen :).

Welchen interessanten Menschen würdest du gerne mal zum Essen einladen und welches Thema würdest du dann mit ihm besprechen wollen?
Quentin Tarantino. Ich würde ihn fragen, ob er nicht eins meiner Bücher verfilmen möchte.

Eines deiner schönsten Kindheitserlebnisse?
Der Tag, an dem wir den besten Hund in unsere Familie holten, den man sich vorstellen kann. Er hieß Gerry, war ein Labrador-Schäferhund-Mix und begleitete uns vierzehn schöne Jahre lang.

Man fragt deinen besten Freund/deine beste Freundin, wie er/sie dich mit drei Begriffen beschreiben würde. Welche wären das?
Tollpatschig, pünktlich, treu.

Dein Lieblingswitz?
Was hoppelt auf der Wiese und raucht? Ein Kaminchen.

Lebensmotto?
Sei nie so, wie andere dich gern hätten.

Was sollte auf deinem Grabstein stehen?
Sie war stets bemüht.

Was treibt dich auf die Palme?
Tierquäler, andere Autofahrer, Menschen, die ihre Kinder misshandeln, Hunger, bohrende Nachbarn; die Liste ist lang. Ich hab mir schon eine Leiter neben die Palme gestellt, damit ich da leichter hochkomme …

Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?
Ich würde ja eigentlich viel lieber Liebesromane schreiben … hehe, nie im Leben!

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KatzendämmerungKlappentext:

Das, was ich bislang für die wirkliche Welt, die Realität, gehalten hatte, war nichts weiter als eine plumpe Täuschung, eine dünne Haut, hinter der sich das wahre Grauen verbarg.

Es gibt Geheimnisse, die besser für alle Zeiten im Verborgenen bleiben. Zu dieser Erkenntnis gelangt der Fotograf Thomas Trait jedoch etwas zu spät. Hals über Kopf verliebt er sich in eine junge und überaus attraktive Übersetzerin antiker Schriften. Natascha hat jedoch nicht nur einen ungewöhnlichen Beruf; etwas Mysteriöses, ja Düsteres, scheint ihr anzuhaften; wild und bedrohlich. Doch es sind gerade diese Schattenseiten, die sie für Trait noch anziehender werden lassen.
Als er versucht, das Geheimnis seiner Geliebten zu ergründen, bezahlt er einen hohen Preis. Und der Tod ist nicht das Ende …

Meine Meinung:

Diese Rezension zu schreiben, stellt mich vor eine echte Herausforderung. Einfach, weil ich völlig von diesem Buch begeistert bin. Vielleicht kennt der eine oder andere Leser das wunderbare Gefühl, wenn er ein Buch liest und wirklich jedes Wort, jeder Satz einfach „stimmt“. Bei „Katzendämmerung“ passt für mich alles perfekt zusammen: Die herausragende Story, unerwartete Wendungen, absolute Spannung, Figuren voller Leben, knisternde Erotik, Mystik und Mythik, historische Elemente, eiskalter Horror. Dieses Buch ist so vielschichtig, es fällt schwer, es nur einem Genre zuzuordnen. Bereits der Prolog rund um die „flammende Jenny“ hat mich sofort gepackt und ich wollte unbedingt wissen, was es mit dieser Erscheinung auf sich hat. Und ich wurde nicht enttäuscht. Vielmehr war ich geradezu überrascht, mit welcher Präzision, Ausdruckskraft, Fantasie und mit welchem Gefühl der Autor Arthur Gordon Wolf diese Geschichte erzählt und letztendlich auch auflöst. Ganz zu schweigen von dem sicher enormen Rechercheaufwand über altägyptische Mythologie und Geschichte. Besonders gelungen finde ich auch die Illustrationen, die allerdings nur im Buch zu finden sind. Ebook-Leser müssen leider darauf verzichten. Erwähnen möchte ich noch, dass die Story aus der Sicht von Thomas Trait erzählt wird, einer Person, die am Ende des Buches zu einem Freund wurde und deren Gedankengänge und Handlungen ich jederzeit nachvollziehen konnte. Selten habe ich mich einem fiktiven Charakter so nahe gefühlt. Sollte man als Leser ein Katzenfan sein? Nicht unbedingt. Ich bin eher ein Hunde- als ein Katzenfan, fand aber das Thema Katzen total interessant. Absolute Leseempfehlung von mir; eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

Fazit: Einfach unglaublich gut! Packend, spannend, unheimlich, erotisch. Ein Highlight.

Buchhighlight

  • Broschiert: 670 Seiten
  • Verlag: Luzifer; Auflage: 1 (2. Oktober 2013)

Kauflink eBook, Mobi-Format
Katzendämmerung: ein düster-erotischer Thriller


Arthur Gordon Wolf

Name?
Arthur Gordon Wolf

Familienstand?
ledig (lone wolf – wie der Name schon sagt)

Kinder?
Keine, von denen ich wüsste

Geburtsdatum bzw. Geburtsjahr?
Irgendwann im Sommer im Jahr des Tigers

Größe?
Irgendwo zwischen großem Zwerg und abgebrochenem Riesen

Beruf?
Ex-Fitness-Trainer, Ex-Pauker, aktuell keiner, denn wenn Schreiben mein Beruf wäre, könnte ich ja wohl davon leben, oder?

Deine Werke?
«Katzendämmerung«, »Die Weissen Männer« sowie eine Menge an Kurzgeschichten, Novellen und Erzählungen wie »Die Dunwich-Pforte« (in »Dunwich-Ein Reiseführer«), »Im Labyrinth der Katzen« (eine Art Epilog zu »Katzendämmerung« in »Rose Noire«) oder die Sherlock-Holmes Pastiches »Die Blaue Taube« (in »Das Geheimnis des Geigers«) und »Wheezy-Joe oder Der Dunkle Gott der Menge« (in »Sherlock Holmes – Das ungelöste Rätsel«). Zwei UMC-Romane liegen noch in meiner Schublade. Weitere sind geplant.

Deine Homepage?
klick

Warum schreibst du gerade in diesem Genre?
Ich tummle mich ja in verschiedenen Genres: Horror, Crime, Mystery, SF und Fantasy. Überall interessieren mich allerdings meist düstere unheimliche Aspekte. Ich mag es, meinen Lesern Unbehagen oder vielleicht sogar Angst zu bereiten. Tatsächlich möchte ich aber immer nur beweisen, dass sich hinter dem, was wir vordergründig als »Realität« begreifen, etwas ganz anderes verbergen kann…oder tatsächlich verbirgt. Lasst euch nicht täuschen!, versuche ich den Lesern zwischen den Zeilen zuzurufen. Schaut genauer hin! Hinter der Fassade von Ordnung und Normalität tun sich zuweilen Abgründe auf. Passt bloß auf und seid kritisch! – Auch wenn ich ein Ex-Pädagoge bin, erhebe ich dabei aber niemals den Zeigefinger. Das Bewusstsein für das Trügerische im Alltäglichen soll ganz von allein beim Leser entstehen. Jeder soll dabei selbst entscheiden, was er zu glauben bereit ist und wie weit er hinter die Fassaden blicken will.

Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?
Meinen Genpool. Mich! Von meinem Vater habe ich wohl das Interesse an fremden Ländern mitbekommen, aber auch an Mythen und Volksglaube. Auch die Freude am Sport, am Abenteuer, am Risiko, am Entdecken.
Von meiner Mutter, die mir schon als kleines Kind Märchen von Grimm, Hauff, Andersen und 1001 Nacht vorgelesen hat, habe ich ganz sicher die Liebe zu Büchern, zu Geschichten, zur Fantasie mitbekommen.

Du wirst zum Essen eingeladen. Was magst du gar nicht?
Ich gehöre, was Essen betrifft, zu den sehr unkomplizierten Menschen, da es kaum etwas gibt, was ich nicht esse. Eine gut gemachte Erbsensuppe kann mir da zuweilen aber besser schmecken als ein nobles Fünf-Gänge-Menü.

3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?
Ein perfekter Tag? Der kann sehr unterschiedlich aussehen. Erfrischt aufwachen, drei Seiten schreiben (mehr geht bei mir einfach nicht – meist sind es nur zwei oder noch weniger) und einen Spaziergang im Wald. Oder: Ein gutes Buch lesen, eine Donauwelle zum Kaffee und ein abendliches Beisammensein mit Freunden.

Dein Lieblingsurlaubsland und warum?
Die USA, weil mich die Landschaften (ob nun Canyons, Wüsten, Prärien, Wälder, Gebirge oder Küsten) einfach immer wieder aufs Neue faszinieren. Handys haben plötzlich keinen Empfang und hinter jedem Baum könnte ein Schwarzbeer oder Grizzly lauern, unter jedem Stein eine Klapperschlange. Reine Natur, wie ich sie liebe!

Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?
Puhh. Da komme ich jetzt aber ins Grübeln. Lachen kann ich bei Klassikern wie Chaplins »The Tramp« oder »Moderne Zeiten« (und zuweilen muss ich dabei gleichzeitig unauffällig schneuzen), bei alten Louis de Funes-Filmen oder überdrehten Kommödien der Marke »Verrückt nach Mary«. Weinen ist wesentlich schwieriger. Wann habe ich zuletzt heimlich ein Tränchen verdrückt? Keine Ahnung. Wahrscheinlich bei Filmen wie »Grüne Tomaten« oder »Gilbert Grape – Irgendwo in Idaho«.

Deine Lieblingseissorte?
Vanille-Nuss-Schoko-Himbeer-Stracciatella mit einem Klecks Pistazie

Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?
Nur eins??? Hunderte!
Okay, ich wähle mal drei aus: John Irving: Owen Meany – Ernest Hemigway: Wem die Stunde schlägt« und CormacMcCarthy: Die Straße – Die Begründungen würden hier den Platz sprengen. Nur so viel: Alle Bücher bieten ein Leseerlebnis, das den Lesenden tatsächlich verändert – zumindest ging es mir so.

Von welchem Buch sollte man die Finger lassen und warum?
Auch da könnte ich einige aufzählen. Okay: »Jonathan Strange und Mr. Norrell« von Susanna Clarke. Wenn ich jemals in die Verlegenheit käme, einen Schreib-Workshop zu leiten, würde ich diesen Roman verwenden, um aufzuzeigen, was man alles falsch machen kann. Ein wirklich grausiges Stück von gehypter Pseudo-Literatur!

Welchen interessanten Menschen würdest du gerne mal zum Essen einladen und welches Thema würdest du dann mit ihm besprechen wollen?
Stephen King natürlich. Und ich würde mich gerne darüber unterhalten, wie man die Standleitung zum »See der Geschichten« bekommt, von der Salman Rushdie erzählt. Ich bin nämlich wirklich der verrückten Ansicht, dass alle Geschichten bereits existieren und wir sie lediglich ‚entdecken‘ müssen. Während ich allerdings nur wenige Tropfen pro Tag auspressen kann, baden manche Autoren förmlich in diesem Meer. Beneidenswert.

Eines deiner schönsten Kindheitserlebnisse?
Ein langer heißer Sommer in den nahen Wäldern, wo ich zusammen mit einigen Freunden Baumhäuser und Staudämme gebaut habe. Diese Tage schienen endlos zu sein.

Man fragt deinen besten Freund/deine beste Freundin, wie er/sie dich mit drei Begriffen beschreiben würde. Welche wären das?
Verlässlich. Ehrlich. Dickköpfig.

Dein Lieblingswitz?
Fast alles, was Politiker augenblicklich veranstalten, ist ein Witz. Allerdings kein guter.

Lebensmotto?
Never give up!

Was sollte auf deinem Grabstein stehen?
Grabstein? Ich dachte, ein Autor sei unsterblich!!!!

Was treibt dich auf die Palme?
Dummheit! Engstirnigkeit. Fanatismus.

Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?
Ich finde es umwerfend, dass ihr euch eure Lebenszeit mit meinen Texten vertreibt, aber ihr dürftet mir gerne öfter mitteilen, wie es euch gefallen hat. Oder natürlich auch, was euch gestört hat! Für einen Autor ist das Feedback nämlich von größter Bedeutung. 😉

Sven I. Hüsken

Sven I. Hüsken begeisterte mich ja mit seinem Thriller „Papa“.

Ich habe mich sehr gefreut, dass er meinen Autorenfragebogen so humorvoll beantwortet hat. Übrigens: Wenn meine Töchter Recht haben, dann heisst das Lieblingseis des Autors hier bei uns „Engelblau“. 😀

Name?
Sven I. Hüsken (nein, wofür das I. steht wird nicht verraten 😉 )

Familienstand?
verheiratet

Kinder?
Ja, zwei süße Mädchen.

Geburtsdatum bzw. Geburtsjahr?
03.12.1976

Größe?
1,82m

Beruf?
Bio-Technischer Assistent in der mikrobiologischen Entwicklung

Deine Werke?
„Papa“ ist mein Debüt, es gibt aber noch ein paar Anthologien.

Deine Homepage?
Die befindet sich noch im Aufbau. Wenn sie erreichbar ist, dann unter der Adresse: http://www.svenhuesken.de
Bis dahin funktioniert auch Facebook ganz gut:
https://www.facebook.com/sven.husken

Warum schreibst du gerade in diesem Genre?
In jeden von uns steckt etwas Böses, nicht wahr? Ich mag es mir vorzustellen, wie es hinter der Fassade aussieht. Ich liebe das Spiel mit der Angst.
Allerdings schreibe ich auch gerne phantastische Dinge, die dann meistens auch für Jugendliche geeignet sind. Ich brauche die Abwechslung.

Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?
Nicht direkt von meinem Vater oder meiner Mutter, aber doch vom jeweiligen Familienzweig habe ich etwas mitbekommen, das mir arge Probleme bereitet.
Die Familie meines Vaters war eher bodenständig (meine Oma war Köchin, mein Opa arbeitete im Bergbau). Aus dieser Familie habe ich meinen Sinn für Realismus und Logik abbekommen.
Die Familie meiner Mutter hingegen war eher kreativ. Mein Opa hatte z.B. eine Bibliothek voll mit Büchern über den Weltraum und von E. v. Däniken. Der Zusammenhang mag sich vielleicht nicht direkt erschließen, aber meine Träumereien habe ich wahrscheinlich diesem Zweig zu verdanken.
Und beide Zweige kämpfen in mir stetig um die Vorherrschaft. Das ist so manches Mal ganz schön verwirrend.

Du wirst zum Essen eingeladen. Was magst du gar nicht?
Das ist leicht. Ich hasse Käse.

3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?
meine Frau
meine Kinder und
viel Zeit

Dein Lieblingsurlaubsland und warum?
Ich liebe Deutschland. Es gibt so viele traumhafte Gegenden, in denen ich gerne durch die Landschaft streife. Also warum unbedingt ins Ausland fahren?
Allerdings hätte ich auch nichts dagegen, mal durch Frankreich zu tingeln, oder quer durch die USA, oder durch Wales, oder England, oder Schottland, oder …

Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?
Die „Austin Powers“- Filme sind ziemlich witzig, allerdings sind Serien, wie „The Big Bang Theory“ viel witziger (allerdings ist es auch erschreckend, dass man wirklich jeden Nerdwitz versteht 😀 ).
Zum Weinen bringen mich Filme, in denen Kinder eine tragische Rolle spielen. Ehrlich! Seit ich selbst Kinder habe, kann ich mir solche Filme nicht mehr ansehen. Wenn ein Kind weint, weine ich mit. Ich bin ne Pussy!

Deine Lieblingseissorte?
Wie heißt sie? Keine Ahnung. Aber sie ist schlumpfblau und lila und schmeckt künstlich nach Kaugummi. Richtig gut 😀

Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?
„Die Straße“ von Cormac McCarthy. Dieser Roman ist nicht nur düster und traurig, er ist wie ein Gedicht konzipiert. Alles Unwichtige ist rausgeflogen (keine Anführungsstriche, kein „sagte er“, keine Namen ect.). Und die Geschichte ist so tragisch, dass „Romeo und Julia“ dagegen  wie ein Schlumpfcomic wirkt.

Von welchem Buch sollte man die Finger lassen und warum?
Eigentlich darf man nicht über Kollegen herziehen, aber hier gilt das wohl nicht, denn der Autor ist ein gewisser „Anonymus“. Wenn jemand seinen Namen verschweigt, sollte man immer aufpassen, denn das verheißt meist nichts Gutes. Sein Roman „Das Buch ohne Namen“ soll angeblich wie ein Tarantino-Film in Buchform sein. Und tatsächlich sind die ersten Szenen 1:1 Nacherzählungen aus diversen Tarantinostreifen, mit einem Unterschied: Tarantino ist bekannt für geniale Dialoge. Die Dialoge in diesem Buch sind … ach, es lohnt sich nicht darüber zu reden.
Falls jemand das Buch haben möchte, bitte nicht kaufen, ich habe es hier noch rumliegen. Einfach melden 😉

Welchen interessanten Menschen würdest du gerne mal zum Essen einladen und welches Thema würdest du dann mit ihm besprechen wollen?
David Walliams (ja, der heißt tatsächlich so) und Matt Lucas. Ich liebe die zwei und würde sie überreden, mit Little Britain weiterzumachen. Außerdem glaube ich, dass man mit ihnen gut einen Trinken kann.

Eines deiner schönsten Kindheitserlebnisse?
Als ich für ein Hörspiel, das ich geschrieben (und mit Freunden aufgenommen habe), in Deutsch eine 1 bekommen habe. Die einzige 1, die ich jemals im Deutschunterricht bekommen habe.

Man fragt deinen besten Freund/deine beste Freundin, wie er/sie dich mit drei Begriffen beschreiben würde. Welche wären das?
wahnsinnig gutaussehend
unglaublich intelligent
extremst kreativ

Zumindest rede ich mir das nach dem Genuss von ein paar Gläsern Whisky immer ein. Die Wahrheit will doch keiner wissen.

Dein Lieblingswitz?
Chuck Norris Witze gehen immer noch, finde ich. Der letzte, den ich gehört habe:
Wie viele Liegestütze schafft Chuck Norris?
Alle!
Ha, ich könnt mich beömmeln 😀

Lebensmotto?
Wenn schon, denn schon!
Aber in einem Tim Burton Film habe ich noch ein anderes Motto gehört, das ich super finde:
„Jedes Jahr halb so hübsch, dafür doppelt so besoffen!“
Darauf trinke ich einen!

Was sollte auf deinem Grabstein stehen?
„I ´ll be back!“

Was treibt dich auf die Palme?
Ungerechtigkeit.

Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?
Danke!

evilll_D2

Name?
D.Evilll! So steht es zumindest auf den Büchern. Ein Fragment meines vorherigen Lebens als Musiker. Es ist die Kurzform von Dream Evil, einem unserer Songs, hat also nichts mit dem Teufel zu tun (wie oft vermutet). Ich habe natürlich auch einen richtigen Namen, Andreas Roschak, kein Geheimnis, wie du siehst.

Familienstand?
Verheiratet, diesmal mit der Richtigen! Ich habe meine Dunkelelfe auf einem unserer Konzerte kennengelernt, Metalstorm Festival 2001, glaube ich. Das zarteste Geschöpf auf Gottes Erde, ganz in hautengem schwarzem Leder, mit ’nem bauchfreien Fledermaus-Top und einer süßen Nickelbrille mit verspiegelten Gläsern stand sie vor mir. Das typische Grundschullehrerinnen-Outfit halt.

Kinder?
Yes, sie 3 und ich 3, macht zusammen 5. (Nein, ich kann rechnen, 5 ist richtig)

Geburtsdatum bzw. Geburtsjahr?
Auch kein Geheimnis, ich habe jetzt das halbe Jahrhundert voll.

Größe?
In cm gemessen bringe ich es auf 187.

Beruf?
Du meinst arbeiten und so? Ich sollte Maschinenbau studieren, wollte aber lieber Rockmusiker werden. Das hab ich dann auch gemacht. Mit meiner Elfe zusammen war ich danach neun Jahre recht erfolgreich mit einem Gothic/Metal-Shop (Accessoires/Schmuck/Mode). Inzwischen produziere und verkaufe ich erneuerbare Energie. Auch die Autorentätigkeit ist eine Berufung …

Deine Werke?
Es ist schon witzig, ich habe zwei (fast) fertige Romane auf dem Rechner und veröffentliche aber zwei völlig neue. „Das Säuseln im Wald“ ist eine Art Kammerspiel, eine Novelle. „Eilean Beatach – Die Insel der Bestie“ geht eindeutig weiter. Es wird als gedrucktes Werk ca. 700 Seiten stark sein. Wer den Teufel mag, wird dieses Buch lieben. Auch hier: Es bleibt bis zum Ende undurchsichtig!
Dann werde ich mich an den Nachfolger vom „Säuseln“ machen. Nein, keine Fortsetzung, ich übernehme nur eine mir sehr lieb gewordene Person, einen mystischen Gegenstand und … nein, mehr wird nicht verraten. Nur eins: Das Konzept steht, es wird völlig anders sein.
Die beiden „eingefrorenen“ Geschichten sind aus dem Fantasy/Dark Fantasy-Bereich. Sie klopfen und drängen, drohen mir …! Nur ruhig, ihr Lieben, nur ruhig.
Zeit, ich brauche mehr Zeit!

Deine Homepage?
klick
Facebook

oder bei Twitter: devilll2
und demnächst eventuell ein Blog. Da haben wir es wieder, das Zeitproblem. Schreiben, bloggen, twittern, posten – wie bekommt man das alles unter einen Hut?

Warum schreibst du gerade in diesem Genre?
Ich habe meine Leidenschaft für Fantasy- und Horrorgeschichten schon früh entdeckt. In der Schule spalteten meine Aufsätze meist die Klasse. Einmal wurde ich von der Lehrerin gebeten, das Vorlesen besser zu beenden (dabei hatte sie mich doch selbst dazu aufgefordert!). Da wusste ich, dass meine Geschichte funktioniert. Es ist wie mit allen Dingen – was man gerne tut, macht man richtig. Ich stand schon mit Totenschädeln, umgedrehten Silberkreuzen und Drachenschwertern auf einem Ostermarkt. Mit Socken und Strickpullis hätte ich das nie gemacht. Warum sollte ich also etwas anderes schreiben? Sword & Sorcery, Horror & Geistergeschichten, das lese und schreibe ich, das ist meine Welt!?!

Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?
Das Kreative, die innere Unruhe, die Liebe zur Natur. Am Strand den Sonnenuntergang beobachten, im Regen spazieren gehen, den Wald riechen, das Moos, die feuchte Erde. Lagerfeuer machen, die Sterne beobachten. Weißt du, wie es ist, wenn man abseits jeglicher Zivilisation in der Nacht zum Himmel schaut? Wann hast du zum letzten Mal die Milchstraße leuchten sehen?
In einer Großstadt würde ich eingehen. Ich habe jahrelang in Düsseldorf gearbeitet, gewohnt habe ich aber außerhalb.

Du wirst zum Essen eingeladen. Was magst du gar nicht?
Schlechte Tischmanieren, unhöfliche Kellner, vorgezapftes Bier. Privat würde ich es schade finden, wenn der Gastgeber seine Künste überschätzt und das eigene Unvermögen auf die Zutaten abwälzt. Oder wenn ich nachher auf dem Rückweg noch eine Fastfood-Kette aufsuchen muss, um ein ausreichendes Sättigungsgefühl herbeizuführen. Ist aber noch nie vorgekommen, ich schwöre: Noch niiiie! (Man weiß ja nicht, wer das hier alles liest 😉
Was die Gerichte anbelangt: Ich verzichte gerne auf „bemalte Teller“, diese 5-Gänge-Menüs mit einem Gesamtbrennwert von 258 Kalorien. Dann doch lieber eine frische Pizza oder ein saftiges Steak, gerne auch mit Salat.
Ich mag „Haute Cuisine“ und deren Meister. Paul Bocuse, zum Beispiel, ist einer davon.
Neue Küche? Die Ärzte wurden abgelöst, heute sind Köche die neuen „Götter“! Woran das liegt? Ich würde vermuten, es ist ein Zeichen der Zeit. Da es kaum noch Hausfrauen gibt, die das Kochen erlernt haben, werden die Fernsehköche beklatscht und bewundert, wie Genies. Okay, tolles Gericht, wie heißt das? Oh, hmm, Pfannkuchen! Sieht voll lecker aus, ist aber auch nicht leicht gewesen. Erst den Teig rühren, Milch und Mehl, puh! Nachkochen? Nee, Herbert, nee! Tüten-Fix für heißes Wasser, Hackfleisch und Nudeln, muss heut schnell gehen!

Bitte keinen Aufschrei der Entrüstung, es gibt sie noch, die Herren und Herrinnen der Küche, denen es Freude macht, mit frischen Zutaten zu jonglieren. Aber sie sterben aus …
Ach, die Frage war, was ich gar nicht mag? Jetzt aber schnell … Austern!

3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?
Feuer, Pfeife, Stanwell – so war es jedenfalls, als ich klein war. Mir persönlich reicht heute das Gefühl, etwas vollbracht zu haben, ein Kuss von meiner Elfe und genug Zeit für mich und meine Hobbies. (Schreiben ist kein Hobby, ich genieße es trotzdem.)

Dein Lieblingsurlaubsland und warum?
Definitiv – Schottland!!! Die Landschaft ist überwältigend vielseitig, das Klima angenehm, die Leute unkompliziert. Dort will ich meinen Lebensabend verbringen. Es gab auch schon reale Pläne, wir hätten fast die Kirche in Urquhart gekauft. Auch ein Traum, den es noch zu verwirklichen gilt!

Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?
Oh, da gibt es einige. Ich glaube, große Filme beinhalten beides. Lachen musste ich bei Peter Jacksons „Braindead“, der Film (Splatter@it’sBest) ist einfach Kult. Als ich hörte, Peter soll „Herr der Ringe“ verfilmen, hab ich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.
„Tucker & Dale vs Evil(ll)“ hat mir auch die Tränen in die Augen getrieben. Ganz mein Humor! Bei „Mein Führer“ von Dani Levy ist mir das Lachen leider im Hals stecken geblieben. Es war schon witzig, aber bei der Thematik kann man nicht unbeschwert sein.
Traurige Filme: „Zeit der Zärtlichkeit“ – heftiger Druck auf die Tränendrüse am Schluss, „A.I. – Künstliche Intelligenz“, ein absolut trauriger Film! Ich bin nah am Wasser gebaut und heule gerne mal ’ne Runde. Aber ich verstricke mich … Filme sind auch so eine Leidenschaft von mir, ich sammle alles, was gut ist, auch viele Low Budgets und B-Movies.

Deine Lieblingseissorte?
Walnuss oder Zabaione, ich kann mich nie entscheiden und nehme immer beide.

Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?
Eins? Nur eins? Das wird schwer. Ich könnte ungefähr zwanzig nennen und alle mit Begründung, aber okay, ich habe mich entschieden: And the winner is … „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley.
Die Artus-Sage, erzählt aus der Sicht von Morgaine, Tochter von Igraine und Herzog Gorlois, Schwester von König Artus und Nichte von der Hohepriesterin Viviane, der „Herrin vom See“. Eine ergreifende Version der Sage um Excalibur und den Heiligen Gral.
Wer kennt sie nicht, die Sage um König Artus und sein legendäres Schwert aus dem Stein. Oft geschrieben, öfter verfilmt. Mal gut, mal … weniger gut. Hier ist das, in meinen Augen, einzige Werk mit Tiefgang. Die Autorin hat exzellent recherchiert und baut historische Begebenheiten verspielt in ihr Werk ein. Für so manchen Leser könnte sich nach dieser Lektüre eine „Glaubensfrage“ stellen.
Für mich eines der ganz großen Bücher! Wie trivial, werden andere jetzt sagen, aber die „schwere Kost“, die Höhenkammliteratur interessiert mich nicht.

Von welchem Buch sollte man die Finger lassen und warum?
Ach, das ist die Frage, bei der viele ausweichen, richtig?

Auch hier gibt es einige. Ich bin meines Erachtens kein Nestbeschmutzer, wenn ich eins nenne, denn diese Frage steht hier und verdient auch eine Antwort. Und warum nicht? Ich denke, schreibe und lese, da darf ich auch eine Meinung haben und diese nach außen hin vertreten, oder?
Also, Finger weg von meinem Sparbuch, es lohnt sich nicht!
Gänzlich kann ich von keinem Buch abraten, das sollte man mit sich ausmachen. Damals war der „Hexenhammer“ verpönt, ein Buch was ich mir daraufhin sofort besorgt habe. Manche Bücher langweilen mich aber einfach, ich würde sie nicht empfehlen:  Werke, die vor Längen nur so strotzen, die „Arlen-Trilogie“ von Peter v. Brett, zum Beispiel. Es ist in Mode gekommen, dünne Handlungen breitzuwalzen und auf „episches Format“ zu bringen. Ich habe einige davon erwartungsvoll angelesen. Jeder weiß es, wie es ist, wenn man irgendwann aufschreckt, die letzte gelesene Zeile sucht und dann fünf Seiten zurückblättert, weil man nicht mehr weiß, was man gelesen hat. Ihr kennt es! Weniger ist oft mehr.

Welchen interessanten Menschen würdest du gerne mal zum Essen einladen und welches Thema würdest du dann mit ihm besprechen wollen?
Oh, da brauche ich nicht weit in die Ferne schauen: Ich würde Christel Baumgart, meine Lektorin, zu uns einladen und sie fragen, warum die Seiten, die sie mir zurückschickt, immer so viele rote Unterstriche und Anmerkungen enthalten 😉
Sie ist wirklich ein wichtiger Mensch in meinem Leben geworden und hilft mir gerade, die 700 Seiten von „Eilean“ zu ordnen.

Eines deiner schönsten Kindheitserlebnisse?
Als ich mit 6 mein erstes Kart bekam. Sechs PS, 35 km/h. Eine Eigenkonstruktion meines Vaters. Das gibt es heute noch. Mein Sohn ist schon drauf gefahren. Und meine Tochter. Und mein Sohn …

Man fragt deinen besten Freund/deine beste Freundin, wie er/sie dich mit drei Begriffen beschreiben würde. Welche wären das?
Dick & durstig (die Stimme kam aus dem Hintergrund)! Hey, das sind erst zwei, sag mal noch eins! Okay, dann eben auch noch: Ironisch!
(Ich hätte ja ganz andere genannt, aber man hat mich ja nicht gefragt …)

Dein Lieblingswitz?
Ich lache gerne, aber ich kann kaum einen behalten. Witze zu erzählen, ist eine Gabe. Otto find ich gut.

Lebensmotto?
Gib viel – nimm alles …

Was sollte auf deinem Grabstein stehen?
Es wird keinen Grabstein geben, ich halte nichts vom christlichen Totenkult, obwohl ich ein religiöser Mensch bin. Gottesfürchtig, aber nicht der Kirchen Freund. Kein Geheimnis.
Aber wenn ich einen letzten Spruch hätte: Metal – ’till I die!

Was treibt dich auf die Palme?
SMS-Deutsch, das deutsche Schulsystem (schon in der Grundschule wird „freies Schreiben“ vermittelt: Rechtschreibung ist nicht so wichtig, das lernen die schon mit der Zeit! So ein Blödsinn!).
Ich könnte Geschichten erzählen …, wo war ich stehengeblieben? Ach, das Fahrverhalten mancher Rad- und Autofahrer: Handzeichen/Blinken/irgendeine Spurwechselanzeige = altmodischer Kram. (Bisse uncool, odda was, Alta? Entspann dich bessa ma!)
Wie viel darf ich noch? Nur noch zwei? Okay: Intoleranz, Rassismus, Ungerechtigkeit, Gewalt gegen Kinder und Tiere, korrupte Menschen, gekaufte Rezensionen, Rechtschreibfehler in Büchern namhafter Autoren, Arroganz …

(das war ein klassischer Fade-Out)

Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?
Oh, das ist der (fast) einzige wirklich wichtige Teil der Befragung:
Liebe Leser, alle meine Veröffentlichungen werden durch ein professionelles Lektorat betreut. Ich möchte euch um etwas bitten: Es gibt viele unabhängige Autoren. Die meisten nehmen sich und ihre Werke ernst. Gebt denen, die euch gefallen, eine ehrliche Chance. Nutzt die Möglichkeiten der Bewertungssysteme. Und wenn es nur der ‚Gefällt mir‘-Button oder eine Rezension ist. Man wird es euch mit vielen neuen Geschichten danken. Das ist unser Beifall, das hält uns bei der Stange.

Danke, D.Evilll

Na, wie viele Punkte hab ich erreicht? Hab ich jetzt gewonnen?

NestKlappentext:

„Vier Jugendfreunde um die 30 wagen sich zum ersten Mal in ein Bordell. Das abgelegene Haus am Waldrand scheint der richtige Ort zu sein, um sich ihren geheimsten Wünschen hinzugeben. Tatsächlich scheinen die außergewöhnlich hübschen Mädchen hier über ganz besondere Fähigkeiten in Liebesdingen zu verfügen.…und aus Extase wird Tod.
Doch plötzlich verschwindet einer der Jungs nach dem anderen und der Lusttaumel gerät zu einer irren Nachtfahrt in den Strudel des blanken Horror. Die Mädchen sind weit mehr, als sie zu sein scheinen – wenn sich der Horror und die Lust des Fleisches vereinen.Dunkle Ahnungen ziehen den mysteriösen Jake Sloburn zum Ort des Geschehens. Etwas Uraltes und Böses ist zu unheiligem Leben erwacht und lauert in den tiefen Schatten im Haus der sinnlichen Genüsse.“

.

Meine Meinung:

Jake Sloburn erinnert mich mit seiner zynischen und coolen Art sehr an James Woods in „John Carpenters Vampires“. Die Story enthält genau die richtige Mischung aus Sex and Crime, die man in einem Horror-Thriller erwartet. Wie der Titel schon vermuten lässt, bekommt der Leser einige unappetitliche Szenarien mit ebensolchen Kreaturen förmlich um die Ohren gehauen. Das Rad neu erfunden hat Lutz C. Frey nicht, aber trotzdem finde ich die Story gerade wegen des Charakters Jake Sloburn absolut interessant. Mit Informationen über diesen geheimnisvollen Mann hält sich der Autor leider bis zum Ende zurück. Und auch dann bekommt der Leser nur ein paar Häppchen zugeworfen. Aber nun gut, da muss ich wohl auf den nächsten Teil warten. Geschickt gemacht, muss ich zugeben. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Fazit: Cool, unappetitlich, spannend. Absolute Leseempfehlung!

4/4 Punkten

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 337 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 80 Seiten

Kauflink eBook:
Nest: Jake
Sloburn Horror-Thriller (Horror / Mystery) (Jake Sloburn Paranormal Thriller)

Kauflink Taschenbuch:
Nest: Jake Sloburn Horror-Thriller ( Horror / Mystery ): Jake Sloburn Horror Mystery #1 (Jake Sloburn Horror Serie)


Wer es noch nicht kennt, liest bitte zu dieser Aktion mein Vorwort.

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Name?
Lutz C. Frey. Aber das ist ziemlich offensichtlich ein Pseudonym. Das macht mich auf der einen Seite natürlich unglaublich inetressant und geheimnisvoll und andererseits erspart es mir unangenehme Fragen von Freunden und Kollegen. So Fragen wie: „Sag mal, bist du irre?“. Lutz hat damit kein Problem, der arme Kerl hat ja praktisch kein Privatleben, daher wälze ich das alles auf ihn ab. Gott, jetzt höre ich mich wirklich ein bisschen irre an.

Familienstand?
Ähm, wie gesagt, Lutz hat an sich kein Privatleben – der soll mal lieber schön schreiben 😉

Kinder?
Ähm, wie gesagt, Lutz hat…aber, nein, keine Kids bis jetzt.

Alter?
36. Aber ich habe betreffs des Alters möglicherweise auf einigen Plattformen gelogen. Entschuldigung. Das hier ist die Wahrheit, ehrlich. Zumindest so mehr oder weniger.

Größe?
So um die Einsachtzig. Aber wahre Größe entstammt ja bekanntlich dem Geiste. Hört man zumindest oft von körperlich eher kleinen Leuten.

Beruf?
Schriftsteller. Haha, just kidding. Im anderen Leben bin ich Berufsmusiker.

Deine Werke?
Total wenige. Ich schreibe doch erst seit kurzem (halbwegs ernsthaft). Chronologisch wären das AEON 01 (Arbeitstitel), dessen unlektoriertes Manuskript gerade bei einem Verlag herumliegt und (hoffentlich) gelesen wird. Dann kam Achtzehn, eine Kurzgeschichte um ein sexy Psycho-Girl, welches die Liebe entdeckt. Oder zumindest so etwas ähnliches. Purer Kitsch, wie du siehst! Und dann kam NEST, meine erste Geschichte um Jake Sloburn, einen Helden, der so mysteriös ist, dass ich selbst es kaum erwarten kann, zu sehen, wie sich die Sache weiterentwickelt. Das setzt allerdings voraus, dass es außer mir auch noch jemand anderen interessiert. Drück‘ mir und dem ollen Jake die Daumen, dass der Joint in dieser Story nicht sein letzter war.

Und dann? Naja, wie heißt es so schön: „Die Pipeline ist voll, ich muss es nur noch schreiben.“ (sagte der abgebrannte, schreibblockierte Schriftsteller zu seinem Verleger…)

Deine Homepage?
klick Außerdem bin ich hin und wieder auf Facebook und Goodreads.com unterwegs.

Warum schreibst du gerade in diesem Genre?
Hmm. Ich liebe diesen Kram. Horror, Suspense, intelligente Thriller. Naja, ob meine intelligent sind? Egal. Ich schaue wahnsinnig gerne Horror und Grusel, so aus den Sechzigern bis Neunzigern. Ab und an auch was modernes.

Im Grunde läuft es auf Folgendes hinaus: Ich schreibe die Bücher, die ich selbst gern lesen würde und die (hoffentlich!) noch kein anderer geschrieben hat. Es ist ein schmutziger Job, aber einer muss ihn schließlich tun.

Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?
Etwas sehr Wichtiges, wenn nicht das Wichtigste überhaupt: Die absolute Freiheit, zu tun und zu lassen, was ich wollte – sie standen und stehen in jedem Fall hinter mir, und daher sind sie die Größten überhaupt, noch vor Stephen King. Knapp.

Außerdem eine einigermaßen gute Erziehung. A propos – ein kleiner Erziehungstipp für alle, die aus ihrem Kind ums Verrecken einen Geigenvirtuosen machen wollen: Lasst es! Mein Vater hatte einen riesigen Bücherschrank im Wohnzimmer. Darin konnte ich lesen, was und wann immer ich wollte, Hemingway, Homer, whatever. Aber es war nie ein Zwang da, das zu lesen. Die Bücher waren einfach da. Ich schätze, das ist ein guter Weg, aus seinem Kind etwas Vernünftiges zu machen: Leg‘ ihm einfach alle Möglichkeiten hin. Es wird schon die wählen, die ihm gefallen. Sagte der Mann ohne Kinder, haha.

Du wirst zum Essen eingeladen. Mit was könnte man dich jagen?
Schwer. Ich esse gern und probiere auch alles mindestens ein mal aus. Solange es zumindest grob in die Kategorie „Lebensmittel“ fällt.

3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?
Kaffee, und zwar guter, am besten mit meiner Liebsten, nachsinnend über die Freuden und Peinlichkeiten der letzten Nacht. Neue Leser und gute Rezensionen. Und dann die Zeit haben, zu schreiben.

Dein Lieblingsurlaubsland und warum?
Fantásien. Diese Antwort ist so dämlich, dass ich selbst lachen muss. Deshalb lassen wir sie bitte so stehen.

Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?
Roland Emmerich-Filme. Da passiert beides. Und dann ist mir schlecht.

Nein, im Ernst, ich grusele mich lieber. Aber ein toller Film für letzteres ist „Bridge to Terabithia“, zwar Disney, aber ganz großes Kino. Tolle Story.

Zum Lachen bevorzuge ich flach und dämlich: Monty Python, Leslie Nielsen, manches von Jim Carey, die Zucker- oder aber auch die Coen-Brüder, deren Filme sind klasse, wobei da jetzt nicht alles zum Lachen ist.

Deine Lieblingseissorte?
Das Bunteste, was sie haben.

Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?
„Der Club Dumas“ von Arturo Perez-Reverte. Grandiose Story, es geht um alte Bücher und die Jagd nach ihnen, und den Teufel, und Einsamkeit, schätze ich. Gemeinsam mit Polanskis „Die Neun Pforten“, der grob auf dem Buch basiert, ein Hammer-Erlebnis. Wenn ich irgendwann mal so schreiben könnte, würde ich mir irgendwas ganz Tolles gönnen – nicht nur ein buntes Eis!

Von welchem Buch sollte man die Finger lassen und warum?
Da hätte ich schon eins, das ist wirklich gräu-lich, aber dafür möchte ich nicht auch noch Publicity machen. Außerdem: Lieber Mist lesen als gar nicht lesen.

Welchen interessanten Menschen würdest du gerne mal zum Essen einladen und welches Thema würdest du dann mit ihm besprechen wollen?
John Carpenter. Hollywood, und warum man es wahrscheinlich endlich abbrennen sollte.

Eines deiner schönsten Kindheitserlebnisse?
Im Sommer mit dem Rad in irgendeine Wiese fahren, sich dort hinhauen und einen fetten Schmöker lesen, dazu Cola und Kekse in sich reinstopfen zu können, ohne dass es der Figur geschadet oder das einen auch nur ansatzweise interessiert hätte (Diät-Tipp: Besteht da etwa ein Zusammenhang?). Und die faszinierende Tatsache, wie lang als Kind noch EINE GANZE STUNDE war.

Man fragt deinen besten Freund/deine beste Freundin, wie er/sie dich mit drei Begriffen beschreiben würde. Welche wären das?
Keine Ahnung, das habe ich sie noch nie gefragt.

Dein Lieblingswitz?
Der mit den beiden Typen, von denen der eine ein Holzbein und der andere einen Buckel hat. Der Witz spielt größtenteils in Kneipen und auf einem mitternächtlichen Friedhof. Genau mein Ding also.

Lebensmotto?
Frage mich das bitte noch mal in zehn Jahren. Dann kommt es mir vielleicht weniger altklug vor 🙂

Was sollte auf deinem Grabstein stehen?
I am Leipzig. Hahaha. Größenwahn.

Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?
Dass ich sie ganz doll lieb habe, ehrlich. Und auch der wirklich supernetten Schriftsteller-Community. Dieser ganze Schreib- und Marketingkram ist für mich noch total neu, aber im Moment gibt es für mich nichts Größeres als einen netten Kommentar auf Facebook oder eine schöne Rezi. Und wenn es nur drei Leute lesen, na und? Das sind dann eben die drei coolsten Leute des Planeten.

Man muss sich einmal vor Augen halten, dass man nun immerhin die Chance hat, ein paar Menschen mit seinen Geschichten zu erreichen, auch ohne dass man eine „große Nummer“ ist. Stephen Kings erste, abgelehnte Kurzgeschichten hat jahrelang kein Schwanz gelesen!

Dieser ganze Selfpublishing-Kram ist echt ein Haufen Arbeit, der ja nur bedingt mit dem Schreiben zu tun hat. Aber wenn dann einer kommt und sagt: Tolles Buch, Lutz! – dafür lohnt es sich.

Anna Schneider

Wer es noch nicht kennt, liest bitte zu dieser Aktion mein Vorwort.

Name?
Anna Schneider

Familienstand?
verheiratet

Kinder?
Zwei

Alter?
Ziemlich genau zwischen 40 und 50. Oh Gott.

Größe?
1,74m

Beruf?
Mutter und Autorin

Deine Werke?
„Blut ist im Schuh“

Deine Homepage?
www.schneideranna.com

Warum schreibst du gerade in diesem Genre?
Ich lese seit Jahren fast ausschließlich Krimis. Da lag es einfach nahe.

Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?
Schulbrote ;o)
Nein, ernsthaft: Meine Mutter ihre Vielseitigkeit, mein Vater seine Beharrlichkeit

Du wirst zum Essen eingeladen. Mit was könnte man dich jagen?
Innereien. Erinnere mich noch an einen Urlaub in Sizilien, bei dem wir in einem urigen Lokal für Begeisterungsstürme sorgten, weil mein Mann Ziege essen wollte – unser Italienisch ist nur rudimentär vorhanden. Ich hatte den Blick in die Küche. „Ich glaube die haben das gerade geschlachtet!“, raunte ich meinem Mann zu. Er aß, es schien zu schmecken und weil er ein höflicher Mensch ist, lobte er die Küche ausdrücklich – und erhielt einen Teller mit frisch zubereiteten Innereien als Delikatesse gratis aufs Haus. Stunden später war mir immer noch schlecht.

3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?
Kaffee, ein nettes Gespräch und ich esse halt schrecklich gerne.

Dein Lieblingsurlaubsland und warum?
Alle Länder die am Meer liegen. Vor allem, wenn sich in dem Meer was tut.

Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?
„Besser geht´s nicht“ zum Lachen und „Jenseits von Afrika“ zum Weinen.

Deine Lieblingseissorte?
Schokolade. Nein, Vanille. Oder vielleicht doch Schokolade.

Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?
Alles von Charlotte Link. Da bin ich einfach nicht mehr objektiv – ich liebe einfach, wie diese Frau schreibt.

Von welchem Buch sollte man die Finger lassen und warum?
Jahrbuch für Controlling und Rechnungswesen. Es eignet sich einfach nicht für eine entspannte Lektüre.

Welchen interessanten Menschen würdest du gerne mal zum Essen einladen und welches Thema würdest du dann mit ihm besprechen wollen?
Ganz spontan: Dieter Nuhr. Einfach mal sehen, wie der so ist.

Eines deiner schönsten Kindheitserlebnisse?
Das Konzert der „Bay City Rollers“ für das ich Karten von meinen Eltern zum Geburtstag bekam. Damals war das der Hammer!

Man fragt deinen besten Freund/deine beste Freundin, wie er/sie dich mit drei Begriffen beschreiben würde. Welche wären das?
Aktiv, redselig, zupackend.

Dein Lieblingswitz?
Würde ich gerne verraten, aber ich vergesse die immer sofort wieder.

Lebensmotto?
Pinguin auf dem Eis – Auf den Bauch fallen und trotzdem weiter rutschen.

Was sollte auf deinem Grabstein stehen?
Mein Name.

Was treibt dich auf die Palme?
Ungerechtigkeit, Intoleranz und Mobbing.

Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?
DANKE!


Blut ist im SchuhKlappentext:

Die Frau hatte zwei Töchter ins Haus gebracht, die schön und weiß von Angesicht waren, aber garstig und schwarz von Herzen. Gespenstische Stille liegt über dem Friedhof Amelies einzigem Zufluchtsort vor den Bosheiten ihrer Stiefschwester. Sarah hatte sie bestohlen, gedemütigt, verletzt … Wie weit würde sie noch gehen? Schon spürt Amelie wieder das Stechen im Nacken, wie von eiskalten Augen, die ihr überallhin folgen. Ihr einziger Hoffnungsschimmer ist der Abschlussball mit Ben: Wird er sie wach küssen aus diesem Albtraum?

Meine Meinung:

„Blut ist im Schuh“ ist ein gelungenes Debüt der Autorin Anna Schneider.  Zunächst muss ich erwähnen,  dass das Buch qualitativ sehr hochwertig ist und auch auf dem Schnitt bedruckt wurde. Wirklich schön. Dann kommt aber das Wichtigste: Es ist gut geschrieben und sehr spannend. Das Thema „Stalking“ wird hier gekonnt aufgegriffen und ich habe direkt mit Amelie mitgelitten, die wie im Märchen „Aschenputtel“ als Stiefkind in eine nicht besonders nette Familie kommt und Einiges auszustehen hat. Leise stellt sich der Schrecken ein und bald ist man sich als Leser gar nicht mehr sicher, wer hinter all den bösartigen Dingen steckt. Zugegeben, ich dachte mir recht schnell wer es war und hatte auch damit Recht, aber das tat der Spannung gar keinen Abbruch. Wer ein tolles Buch für jugendliche Leser sucht oder gerne selbst einen spannenden Jugendthriller liest, wird bestens mit „Blut ist im Schuh“ bedient. Absolute Leseempfehlung!

Fazit: Spannend, beklemmend, aktuell. Ein Jugendthriller (12 – 15 Jahre) mit Klasse.

4/4 Punkten

  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (20. März 2013)
  • Sprache: Deutsch

Hier kann das eBook für den Kindle bezogen werden:
Blut ist im Schuh

7Wer es noch nicht kennt, liest bitte zu dieser Aktion mein Vorwort.

Name?
Martin Barkawitz

Familienstand?
verwitwet

Kinder?

Alter?
51

Größe?
181cm

Beruf?
Hauptberuflicher Autor; von der Ausbildung her Literaturwissenschaftler M.A.

Deine Werke?
Ziemlich viele, seit meinem 1. Jerry-Cotton-Roman „Kugeln für die Country Queen“ im Jahre 1997 – Krimis, Western, Grusel, Jugendbuch,Frauenschicksale für Zeitschriften …neuerdings auch Steampunk.

Deine Homepage?
www.martin-barkawitz.de

Warum schreibst du gerade in diesem Genre?
Wenn ich eine Thriller-Idee habe, dann schreibe ich einen Thriller; mir fallen zu vielen Genres Geschichten ein. Ob sie etwas taugen, können die Leser beurteilen.

Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?
Mein Vater – nichts. Meine Mutter die Lust am Lesen/an Büchern.

Du wirst zum Essen eingeladen. Mit was könnte man dich jagen?
Hamburger & Co.

3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?
Da fallen mir mehr als drei Dinge ein, aber alles in weiblicher Gesellschaft …

Dein Lieblingsurlaubsland und warum?
Ostfriesland, weil die Landschaft weit und die Menschen unaufgeregt sind.

Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?
Beides gleichzeitig trifft zu auf „Brügge sehen und sterben“.

Deine Lieblingseissorte?
Schokolade.

Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?
„Fechten. Der Weg zur Meisterschaft“ von Dr. Boris Touretski. Dieses Buch hat mir sehr dabei geholfen, meine Prüfung als Fechttrainer zu bestehen.

Von welchem Buch sollte man die Finger lassen und warum?
Von allen Büchern, die allein seligmachende Ideen beinhalten.

Welchen interessanten Menschen würdest du gerne mal zum Essen einladen und welches Thema würdest du dann mit ihm besprechen wollen?
Die Degenfechterin und China-Expertin Britta Heidemann – mit ihr könnte ich gewiss schön über Blankwaffen und das Reich der Mitte plaudern. Und mit Stäbchen essen kann ich auch …

Eines deiner schönsten Kindheitserlebnisse?
Nordseeurlaub, immer wieder.

Man fragt deinen besten Freund/deine beste Freundin, wie er/sie dich mit drei Begriffen beschreiben würde. Welche wären das?
Amüsant, zuverlässig, sparsam.

Dein Lieblingswitz?
Ein Mann kommt zum Psychiater: „Herr Doktor, alle Menschen ignorieren mich.“ – „Der Nächste bitte.“

Lebensmotto?
Bangemachen gilt nicht.

Was sollte auf deinem Grabstein stehen?
Martin Barkawitz.

Was treibt Dich auf die Palme?
Fanatismus.

Was würdest du Deinen Lesern gerne einmal sagen?
Ich freue mich, dass ihr mich lest.


Der Schauermann

Klappentext:

Nackte Angst macht sich breit, als im Hamburger Hafen im heißen August des Jahres 1892 eine schöne junge Frau grausam ermordet wird. Beunruhigende Gerüchte machen die Runde – ist wirklich ein Vampir für ihren Tod verantwortlich?
Polizei-Offiziant Lukas Boysen glaubt nicht an einen Blutsauger als Täter. In einer Stadt, die unter einer schlimmen Cholera-Epidemie leidet, gleicht die Kriminalermittlung einem Tanz auf dem Vulkan. Als Boysen eine heiße Spur aufnimmt, wird er schon bald von seinen Vorgesetzten gestoppt. Mächtige Interessengruppen scheinen den Mörder schützen zu wollen. Der Fahnder kommt einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur.
Boysen ist ganz auf sich allein gestellt. Unterstützung bekommt er nur von der resoluten jungen Schönheit Anna Dierks, die Zeugin eines Mordversuchs geworden ist. Zwischen Hurenhäusern und Opiumhöhlen, Schiffs-Laderäumen und eleganten Bürgersalons kommt es zu einer atemberaubenden Mörderjagd durch das choleraverseuchte Hamburg.

Meine Meinung:

Ein toller historischer Roman, der in Hamburg um 1892 spielt. Anschaulich und spannend schildert Marin Barkawitz die Mördersuche des abgeklärten Polizei-Offizianten Lukas Boysen zusammen mit der jungen, etwas naiven Anna Dierks, einer behüteten Tochter aus gutem Hause. Glücklicherweise erklärt der Autor im Glossar ein paar Wörter aus dem Hamburger Slang, sonst wäre ich ab und zu aufgeschmissen gewesen. Leider endete die Story für meinen Geschmack etwas zu abrupt. Da hätte ich mir doch etwas mehr gewünscht. Trotzdem kann ich dieses Buch jedem Fan historischer Thriller wärmstens ans Herz legen.

Fazit: Spannend und interessant. Klare Leseempfehlung.

3,5/4 Punkten

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 336 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 157 Seiten
  • Verlag: story2go; Auflage: 1.1 (17. März 2013)

Hier kann das eBook für den Kindle bezogen werden:

Der Schauermann – Historischer Thriller

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