Archiv für die Kategorie ‘Authentische Kriminalfälle’

HarbortKlappentext:

Hauptkommissar Stephan Harbort gehört zu Deutschlands Top-Profilern – sein Tagesgeschäft ist es, komplexe Situationen zu entschlüsseln und Kriminalfälle mit Blick für die Täterpsyche zu lösen. Fähigkeiten, die auch für den Alltag sehr hilfreich sind: Was tun bei Problemen mit dem Chef? Wie Konflikte mit den Nachbarn entschärfen? Harbort gewährt Einblick in die Methodik der operativen Fallanalyse und gibt ein Instrumentarium an die Hand, das es jedem ermöglicht, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, um mit klarem Blick Krisen zu bewältigen und richtige Entscheidungen zu treffen.

 

Meine Meinung:

Ich tat mich mit dem Anfang des Buches zunächst etwas schwer, denn Stephan Harbort startete sofort mit recht vielen Fachbegriffen. Doch nach kurzer Zeit hatte der Autor mich, spätestens nach der ersten Schilderung privater „Fälle“, bei deren Aufklärung er seine Methodik erfolgreich anwandte. Die Art, wie natürlich gerade diese privaten Ereignisse geschildert wurden, hat mir sehr gefallen.

Ich fand das Buch interessant, spannend und aufschlussreich. Den einen oder anderen Tipp werde ich direkt einmal anwenden und bin gespannt, ob er denn funktioniert. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Fazit: Sehr interessantes Sachbuch zum Thema Fallanalyse, dabei ganz und gar nicht trocken.

5 Sterne

 

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (1. März 2016)

Der klare Blick: Mit dem Wissen des Profilers Lügen entlarven und richtige Entscheidungen treffen

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Ich möchte euch auf eine Online-Veranstaltung aufmerksam machen: Am 28. Januar, um 20:15 Uhr, gewährt der ehemalige Kommissar Josef Wilfling (klärte u.a. den Moshammer-Fall auf) zusammen mit dem Gerichtsmediziner Prof. Dr. Wolfgang Eisenmenger einen Blick hinter die Tatort-Kulisse und zeigt die Abgründe der echten Verbrechen. Ein Event für alle Tatort-Fans, die wissen wollen, wie Verbrechen im wahren Leben aufgeklärt werden.

Die Veranstaltung ist interaktiv angelegt: Unter dem Videofenster befindet sich eine Fragebox, mit der ihr eure Fragen direkt ins Studio schicken können. Sie werden vor laufender Kamera beantwortet.

Hier der Link zur Ankündigung:
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Und hier geht’s zum Video:
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Eine Anmeldung oder Registrierung ist nicht nötig. Einfach am 28.1.2016 um 20:15 Uhr auf die Videoseite gehen, auf Play drücken und los geht’s.

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Sie wollen nicht mehr dein Geld – jetzt wollen sie deine Liebe!

Alles begann mit einer Twitternachricht. Als es endete, wusste Victoria, dass sie nach allen Regeln der Internet-Kunst betrogen worden war. Von einem Fremden, der sich in ihr Leben geschlichen hatte. Dem sie alles über sich erzählt hatte. Für den sie Gefühle empfand. Und der ihr über Monate eine komplexe virtuelle Täuschung vorgespielt hatte. Der Unbekannte hatte nicht nur eine falsche Internet-Identität erschaffen, sondern Dutzende. Und das alles nur, um Victorias Herz zu erobern.

Im ersten Teil ihres Buches schildert die Autorin, wie es ihr gelang, den massiven Betrug ihres Realfakes auf eigene Faust zu enttarnen. Im zweiten Teil informiert sie darüber, welche unterschiedlichen Fake-Typen es gibt, was sie antreibt, wie man ihnen auf die Schliche kommt und vor allem – wie man sich schützen kann. Ihr Werk liest sich spannend wie ein Thriller und gilt als neuer Leitfaden unserer digitalen Gesellschaft.

Meine Meinung:

Liest man die Überschrift, könnte man denken: Was ist die auch so dumm und fällt auf so einen Typ herein. Gerade auf jemandem aus dem Internet. Wie gesagt, man könnte es denken. Victoria Schwartz ist aber keinesfalls eine dieser naiven Frauen, die sofort auf das vermeintlich gute Aussehen eines Mannes anspringen und dann direkt ihren Verstand abgeben. Sie steht mitten im Leben und kennt sich im Internet sehr gut aus. Auch ist sie vorsichtig und skeptisch, sichert sich ab. Und es geht auch gar nicht um ihr Geld. Absolut nicht. Im Gegenteil, ihr werden teure Geschenke gemacht.

Diese wahre Geschichte ist spannender als ein Thriller. Und einfach unglaublich. Auf die Auflösung wäre ich im Leben nicht gekommen.

Fazit: Eine packende und am Ende absolut überraschende Geschichte. Ich kann sie jedem nur empfehlen.

5 Sterne

  • Broschiert: 320 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Verlag (19. Oktober 2015)

Mörderhotel2Klappentext:

230 Menschen gehen auf sein Konto: Herman Webster Mudgett, den unglaublichsten Serienmörder aller Zeiten. In Chicago errichtet er eigens ein Hotel, um seine Taten zu begehen. Ein Hotel, in dem es Falltüren, verborgene Räume, Geheimgänge, einen Foltertisch, ein Säurebad und eine Gaskammer gibt. Seine Opfer erleichtert er um ihr Geld und verkauft ihre Leichen an Mediziner. Niemand weiß, was im Kopf dieses Menschen vor sich geht. Bis die Polizei ihm auf die Spur kommt und eine gnadenlose Jagd beginnt …


Meine Meinung:

Eine Bitte: Auf keinen Fall sollte sich jemand, der Interesse an dieser Story hat, vorab über Herman Webster Mudgett informieren. Leider habe ich diesen Fehler begangen und brachte mich so um die große Überraschung, die den Leser am Ende des Buches sicherlich verblüffen sollte.

Was blieb mir also? Ehrlich gesagt, nicht viel. Begann die ganze Geschichte auf den ersten Seiten noch recht vielversprechend, wenn auch ziemlich brutal, plätscherte sie sehr schnell einfach nur noch ermüdend, ja fast schon uninteressant vor sich hin. Hier und da streute der Autor noch ein paar unappetitliche Szenen ein, aber das war es auch schon.

Wer dem Klappentext glaubt und meint, er würde in die dunklen Geheimnisse des Mörderhotels eingeweiht, der wird absolut enttäuscht werden. Dieses Buch ist kein Thriller, da es einfach kaum Spannung gibt. Es ist eher eine Erzählung. Bereits ab der Hälfte habe ich mich nur noch durch den Rest gequält, zumal mir ja leider von Anfang an klar war, auf was die ganze Sache hinauslaufen würde. Wer noch nie von Mudgett gehört hat, der mag dieses Buch vielleicht noch interessant finden. Ich nicht.

Fazit: Enttäuschend lahm und langweilig. Hält nicht, was der Klappentext verspricht.

Krimi & Co. Das war wohl nichts!!!

  • Gebundene Ausgabe: 848 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 1. Aufl. 2015 (8. Oktober 2015)

Tödliches BayernKlappentext:

Wie in Bayern gemordet wird.

Robert Hültner, vielfach preisgekrönter deutscher Krimiautor, macht sich erzählend auf die Spuren der Wirklichkeit: In akribischen Recherchen hat er acht historische Kriminalfälle aus zwei Jahrhunderten bayerischer Geschichte rekonstruiert und atemberaubend nacherzählt.

Die Spur realer Verbrechen führt quer durch Bayern: Nach Niederbayern etwa, wo 1818 ein Dorfpriester ein Verbrechen nach dem anderen begeht. In die Münchner Maxvorstadt, wo 1867 die Leiche einer jungen Frau entdeckt wird, Schwiegertochter des höchsten kaiserlichen Beamten Österreichs. In den Forstenrieder Wald, wo 1920 ein Dienstmädchen glaubt, das Richtige zu tun, als sie den Behörden von einem illegalen Waffenlager berichtet, aber mit ihrem Leben bezahlt. Und in den Bayerischen Wald, wo 2004 ein Unbekannter Politiker mit Briefbomben terrorisiert. Roberts Hültner Geschichten zeigen, wie Menschen zu Mördern werden. Packender lässt sich Zeitgeschichte kaum erzählen!

Meine Meinung:

So macht Geschichte Spaß! Der Autor berichtet von acht Verbrechen, die in einem Zeitraum von zwei Jahrhunderten in Bayern verübt wurden. Ich habe diese durchweg spannenden Geschichten ohne Pause gelesen. Teilweise fühlte ich mich direkt als Zuschauerin der Geschehen, so flüssig und anschaulich schreibt Robert Hültner.

Es gibt ja zur Zeit mehrere Autoren, die das Thema „Wahre Kriminalfälle – Neu erzählt“ aufgreifen. Allerdings hebt sich diese Sammlung in punkto Spannung deutlich von ihnen ab. Mir hat „Tödliches Bayern“ sehr gefallen und ich bin sicher, dass es ein Lesevergnügen für Liebhaber wahrer Kriminalfälle sein wird. Absolut gelungen.

Fazit: Spannend erzählte, authentische Kriminalfälle aus zwei Jahrhunderten. Für Leser mit Anspruch.

5 Sterne

 

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (24. März 2014)

Kinde-Version:
Tödliches Bayern: Kriminalfälle aus zwei Jahrhunderten

Der Würger von DüsseldorfKlappentext:

„Die Morde des Rheinländers Peter Kürten in und um Düsseldorf erschütterten 1930 ganz Deutschland und inspirierten Fritz Lang zu seinem Filmklassiker M eine Stadt sucht einen Mörder. Bis heute beschäftigt die Mordserie die Fantasie von Künstlern und Autoren. Der Journalist und Historiker Hanno Parmentier hat sich in den Archiven auf die Spuren des wahren Würgers begeben und zeichnet ein präzises Porträt von Kürten und dem Leben im von der Weltwirtschaftskrise erschütterten Düsseldorf, den Morden und der dramatischen Suche nach dem Täter.“

Meine Meinung:

Über Peter Kürten, den „Würger oder auch Vampir von Düsseldorf“ ranken sich seit jeher viele Legenden.

Hanno Parmentier schlägt hier einen anderen Weg ein, weit entfernt von Vermutungen, Annahmen und Spekulationen. In diesem Buch geht es reinweg um Fakten und Tatsachen. Der Autor gewährt Einblicke in zeitgenössische Dokumente von Polizei und Justiz aus dem Landesarchiv Nordrhein-Westfalen und erlaubt es dadurch, die einzelnen Fälle exakt nachzuvollziehen. Und genau das macht die unglaublich brutalen Taten dieses Serientäters so furchtbar: Die Opfer haben Gesichter und Geschichten. Ich bin sicher, dass dieses Buch den Leser nicht so leicht loslässt. Die Bilder der Opfer, gerade die der kleinen Mädchen, hatte ich noch länger im Kopf. Absolute Leseempfehlung für alle Fans wahrer Kriminalfälle.

Fazit: Spannend, historisch interessant und erschütternd.

4/4 Punkten

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Sutton Verlag; Auflage: 1 (1. Juni 2013)

Kauflink:

Der Würger von Düsseldorf. Leben und Taten des Serienmörders Peter Kürten

mehr_werdet_ihr_nicht_finden

Klappentext:

„Kriminalhauptkommissar Gerhard Starke sitzt einem Verdächtigen gegenüber. Der Polizist ruft sich den Tatort vor Augen: Ein Waldstück am Ortsrand, die Sonne scheint, ein schönes Wochenende steht bevor. Trügerische Stille, denn alles ist voller Blut. Messer verschiedener Größe liegen auf dem Boden. Eines davon ist unnatürlich verbogen, an ihm haftet das meiste Blut.
„Habe ich denn wirklich so etwas Schlimmes angestellt?“ klingt die Stimme des Mörders zu ihm durch. Es fällt ihm schwer, Ruhe zu bewahren nach einer solchen Frage, vor allem, wenn er an die Opfer denkt …“

Meine Meinung:

Gerhard Starke berichtet offen und mit seinen eigenen Worten über oft sehr brutale Kriminalfälle, die ihn in seiner langjährigen Laufbahn als Kriminalhauptkommissar aus verschiedenen Gründen besonders bewegt haben. Zudem schildert er auch seine Gefühle gegenüber den Opfern, Tätern und Hinterbliebenen und das hebt dieses Buch eindeutig gegenüber anderen Büchern mit  ähnlicher Thematik hervor. Nichts ist so grausam wie die Realität. Kleiner Minuspunkt: Der sprachliche Stil ist eher einfach und ab und zu kommt auch noch etwas das Beamtendeutsch durch. Trotzdem ist das Buch sehr spannend und äußerst interessant, gerade auch im Hinblick auf die Polizeiarbeit. Klare Leseempfehlung!

Fazit: Erschreckend und teilweise sehr blutig. Alles wird ungeschönt geschildert.

3/4 Punkten.

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Militzke; Auflage: 1 (1. Oktober 2012)
 

Hier der Link zum broschierten Buch:
Mehr werdet ihr nicht finden: Authentische Fälle eines Mordermittlers

Der Link zum eBook:
Mehr werdet ihr nicht finden: Authentische Fälle eines Kriminalhauptkommissars: Authentische Fälle eines Mordermittlers