Rezension und Autorenvorstellung | Kriminalroman | Das Grab der Molly Maguire von David Gray

Veröffentlicht: 13. Februar 2015 in Krimis und Thriller
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Das Grab der Molly MaguireKlappentext:

Ganz London ist in Aufregung als man ausgerechnet in Miller’s Court, demselben Ort, an dem der berüchtigte Serienmörder Jack the Ripper einst sein letztes Opfer tötete, wieder die furchtbar zugerichtete Leiche einer jungen Frau findet.

Während man ihn aus kleinlichem Neid seinerzeit bei der Jagd nach Jack the Ripper ausschloss, ist bei diesem grausigen Mord Inspektor Lestrade als erster am Tatort und hat natürlich nichts Eiligeres zu tun, als Mister Sherlock Holmes herbeizurufen…

Doch der bezweifelt, dass man es bei der Toten mit einem neuen Opfer des nie gefassten Jack the Rippers zu tun hat und stellt seine eigenen Thesen auf, die einigen Herren im Parlament und bei Scotland Yard offenbar ganz und gar nicht recht sind ….

Ganz in der Tradition der Originalstorys um den berühmtesten Detektiv der Welt folgt der Leser in diesem zweiten Buch der Serie Sherlock und Doktor Watson in die Anatomiesäle Londoner Hospitäler, auf nächtlich neblige Friedhöfe, in Mycroft Holmes berühmten „Diogenes Club“, zu verrauchten Hinterzimmern von Eastend Pubs bis in ein einsames Pfarrhaus, in dem ein Mann namens Rumpelstilzchen Frauenherzen in Teekesseln gar kocht ….

 

Meine Meinung:

Als Sherlock Holmes Fan kann ich sagen: Dieser Roman ist dem Autor David Gray absolut gelungen. Er konnte die teilweise ja sehr düstere Atmosphäre im damaligen London gekonnt herüberbringen und es machte einfach Spaß, Sherlock Holmes und Dr. Watson bei ihren Ermittlungen zu begleiten.

Die Story ist gut erdacht, liest sich flüssig und ist ausnehmend spannend. Doch Vorsicht: Dieser Krimi ist ziemlich blutig und deshalb wohl eher nicht geeignet für empfindliche Leser.

(„Das Grab der Molly Maguire“ ist bereits Band 2 aus der Reihe „Sherlock Holmes – Eine Studie in Angst“. Man muss Band 1 nicht zwingend vorher gelesen haben. Ich werde dies allerdings auf jeden Fall noch nachholen.)

Fazit: Sehr spannender Fall mit lieben alten Bekannten. Ganz klare Leseempfehlung.

5 Sterne

 

Sherlock Holmes – Das Grab der Molly Maguire (Sherlock Holmes- Eine Studie in Angst 2)

 

 


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Name?
David Gray

Familienstand?
Single.

Kinder?
Keine von denen ich bisher wüsste. Aber das Leben ist ja voller Überraschungen. Und manchmal auch nicht besser als Schnulzenautoren.

Geburtsdatum bzw. Geburtsjahr?
4. Juli 1970

Größe?
1,92 Meter. (Unter 100 Kilo Gewicht. Noch!)

Beruf?
Autor, Journalist, Drehbuchschreiber

Deine Werke?
Ach schaut doch auf meine Amazonpage. Da stehen die alle. Aber freuen dürft ihr euch besonders auf „KanakenBlues“ das ab 4. März kommt.

Deine Homepage?
Hab ich (immer noch) nicht. Mein Verlag hasst mich dafür.

Warum schreibst du gerade in diesem Genre?
Ich schreibe ja, weil ich zu sonst nichts wirklich tauge. Und ich verfasse  ja auch historische Romane. (Siehe: „Wolfswechsel“) Krimis schreibe ich wahrscheinlich, weil ich sie selbst gern lese. (Immer noch!)

Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?
Ich hab den Humor meiner Mutter. Sehr ironisch und sarkastisch, manchmal schon zu schwarz. In Irland kann ich jedenfalls locker mit den Iren und deren Humor mithalten, der ja schwärzer ist als der britische.

Ich hab Körperbau und Größe meines Vaters. Außerdem dessen Risikobereitschaft.

Du wirst zum Essen eingeladen. Was magst du gar nicht?
Dass das Reden beim essen verpönt ist. Das hatte ich mal in Belgien bei so Oberklassemenschen. Furchtbar. Ein Abendessen und man darf nicht reden?

3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?
Sonne, Meer, ein Segelboot (und: Wind!)

Dein Lieblingsurlaubsland und warum?
Geht euch hier gar nix an.

Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?
Ich weine doch nicht im Kino! (Der letzte bei dem ich zumindest einen Kloss im Hals hatte war „White Squall“ von 1996 mit Jeff Bridges Regie:  Ridley Scott.) Okay, ich gebe zu: ich war mit meinem vierjährigen Neffen,   „Paddington“ ansehen. Und hab richtig laut gelacht.

Deine Lieblingseissorte?
Da muss entweder Himbeere oder Erdbeere drin sein. Und zwar nicht zu knapp.

Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?
Immer noch Michael Ondaatjes „Anils Geist“. Da hat man das Beste aus drei Welten: Spannung, Poesie und fantastisch gezeichnete, sehr authentische Figuren.  Außerdem lernt man viel über Asien und asiatische Mentalität daraus.

Von welchem Buch sollte man die Finger lassen und warum?
Adam Zamoyskis „1812“ über Napoleons Feldzug in Russland ist ein schlechtes Buch, voller objektiver Fehler und haarsträubender Schlussfolgerungen. Für einen Historiker nimmt der Mann Freud eindeutig zu ernst. Da ich hier als Krimiautor bin wollte ich eigentlich keinen Krimi erwähnen. Aber Michael Behrendts „Steinefresser“ ist echt eine Mogelpackung von einem Buch.  Dialoge, die sich lesen wie aus B-Actionfilmen kopiert. Und zwar noch nicht mal aus den wirklich amüsanten.

Welchen interessanten Menschen würdest du gerne mal zum Essen einladen und welches Thema würdest du dann mit ihm besprechen wollen?
Den Fürsten Talleyrand, Napoleons Außenminister, der zum Wiener Kongress den österreichischen Verhandlungschef Fürst Metternich heftig übers Ohr haute und einer der großen echten Frauenhelden der Geschichte war, obwohl er hinkte, einen verkrümmten Rücken und eine sehr seltsame Stupsnase hatte. Wir würden uns über die Geheimnisse der Frauen unterhalten und (vielleicht) ein Glas auf Metternich trinken. Der war immerhin ein amüsanter Heuchler. Was jetzt so häufig auch nicht ist.

Eines deiner schönsten Kindheitserlebnisse?
Auf dem Rücksitz des Mopeds meines Onkels Kühe von der Weide durchs Dorf in den Stall treiben. Im Spätsommer und Frühherbst.

Man fragt deinen besten Freund/deine beste Freundin, wie er/sie dich mit drei Begriffen beschreiben würde. Welche wären das?
Ich bin heilfroh, dass es eine Handvoll Menschen gibt, die mit mir befreundet sein wollen, da frage ich doch nicht nach weshalb, die so verrückt sind! Außerdem hat Freundschaft etwas mit Liebe auf den ersten Blick zu tun. Und Liebe ist schneller als Gründe. Immer schon gewesen.

Dein Lieblingswitz?
Habe ich nicht. Ich kann mir Witze nie merken.

Lebensmotto?
Trotzdem.

Was sollte auf deinem Grabstein stehen?
Der war nicht umsonst auf der Welt.

Was treibt dich auf die Palme?
Ich bin ziemlich temperamentvoll. Daher ist das zuviel, als dass ich es hier sagen will oder könnte. Aber Intoleranz und Kleinlichkeit  sind ziemlich miese Charaktereigenschaften. So generell.

Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?
Geht auch mal ein Risiko ein bei der Wahl eurer Lektüre! Wenn ich manchmal auf die Buchblogs schaue habe ich das Gefühl ich schau in H&M Schaufenster – alles ziemlich austauschbar und von Bodensee bis Bremenhinterland alles immer in den gleichen aktuell angesagten Modefarben und Zuschnitten. Ein Graus!

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Kommentare
  1. nedhrt sagt:

    Das Grab der Molly Maguire von David Gray
    Ergänzend zu deiner Rezension muss ich noch etwas loswerden. Und zwar habe ich mir die Printversion besorgt und erst nach Erhalt festgestellt, das die Schrift extrem klein ist. Obwohl das Buch recht gross ist (23 cm x 15,5 cm) und oben und unten noch viel Platz wäre. Ich lese sehr viel aber so eine kleine Schrift habe ich bisher noch nicht erlebt. Ob es daran liegt das es ein „Amazon-Buch“ ist oder warum für die Printversion so eine kleine Schrift verwendet wurde bleibt (mir) ein Rätsel, oder?

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