Rezension | Thriller | Übertötet!: Schockmorde eines eiskalten Frauenkillers

Veröffentlicht: 10. April 2014 in eBooks, Krimis und Thriller
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ÜbertötetKlappentext:

Korrigierte Neuauflage! Bestseller-Potenzial 2014! Jetzt so spannungsstark wie nie! Hochspannung für starke Nerven: Zwei Frauenmorde lassen selbst die hart gesottenen Kommissare Rolf Haller und Clemens Wojan nicht unberührt. Die Ermittlungen stocken und die Polizisten tappen im Dunkeln. Bis die Journalistin Anja Thaler mit einem Kollegen an dem Fall recherchiert und der Polizei eine Zusammenarbeit anbietet. Sie tauchen ein in die Welt einer besonders abartigen Form der organisierten Zwangsprostitution. Doch sind sie wirklich den wahren Mördern auf der Spur? Die Recherchen und Ermittlungen werden immer brisanter und Anja Thaler ahnt nicht, dass sie plötzlich selbst ins Visier eines Mörders gerät.
Eine dramatische Entwicklung und ein nervenzerfetzender Wettlauf gegen die Zeit beginnen und führen zu einer spannungsgeladenen Wende mit Herzschlagfinale.

Meine Meinung:

Zugegeben: Mich ziehen Schlagworte wie „Bestseller-Potenzial 2014“ und „Jetzt so spannungsstark wie nie!“ ja magisch an. Ganz besonders, wenn diese Aussagen vom Autor selbst kommen. Also habe ich 89 Cent investiert und mir dieses eBook gekauft. Die 89 Cent hätte ich doch mal lieber in den Gulli geworfen, dann hätte ich es wenigstens noch klappern gehört.

Wenn diese Version die „Korrigierte Neuauflage“ ist, dann tun mir alle anderen Leser richtig leid, die dieses Buch vorher gelesen haben. Ich fange mal mit der absolut schlechten Formatierung an: Die Seitenränder sind viel zu groß (1,5 cm links und 2 cm rechts). Aber ok, damit könnte man zur Not ja leben.

Aber die Fehler? Der Autor schreibt in der wörtlichen Rede zum Beispiel „du“ stets groß. Sehr befremdlich. Dann las ich Sätze wie: „Als die Bedienung das Glas hinstellen wollte, machte sie eine unglückliche Handbewegung, weil sie durch Schirners Stieren zwischen ihre Beine verwirrt war und das Getränk kippte auf die Hose des Gastes.“, „Doch es war ein Peanuts gegenüber den Gewinnen, …“, „An seinen Fingern funkelten dicke Ringe und sein Blick spiegelte eine gewisse Freundlichkeit aus, die jedoch nicht herzlich wirkte, sondern hinter der man ein zielstrebiges Kalkül vermutete.“ und mein Favorit: „Harley schnitt seine Entenbrust mit konzentriertem Blick in mehrere Stücke, schaute kurz auf, schob sich ein Stück in den Mund und zermalmte es mit einem Schließen der Augen. „Mister Schirner“, sagte er in beschwichtigender Tonlage, die von einem gewissen lapitaren Unterton untermalt wurde: „Sie haben keine Garantie“. Es geht endlos so weiter. Ich habe irgendwann auch aufgehört, die fehlenden oder falsch gesetzten Satzzeichen zu zählen.

Sollte denn wenigstens die Story dieses Thrillers mit „Bestseller-Potenzial“ gelungen sein? Und was ist mit der angekündigten Spannung? Unglaubwürdige Personen, hölzerne Texte, Gossensprache und Begriffe wie „S/M“ machen noch keinen Thriller aus. Vor allen Dingen, wenn die Gossensprache oder auch die Schilderungen der sexuell motivierten Verbrechen dann auch noch so misslingen, dass man als Leser darüber lachen muss. Auch muss der Autor von dem Begriff „Übertötet“ wohl total begeistert sein, denn er verwendet ihn sehr oft. Zu oft. Ich fand sehr wenig in dem Buch spannend, höchstens manche Satzstellungen. Nein, ich kann dieses Buch niemandem empfehlen.

Fazit: Bemüht brutale Story voller Fehler. Nicht zu empfehlen.

Krimi & Co. Das war wohl nichts!!!

Übertötet!: Schockmorde eines eiskalten Frauenkillers

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Kommentare
  1. Cappuccino-Mama sagt:

    Ich schreib ja auch mal gerne Du groß, allerdings würde ich das nicht in Büchern praktizieren. Fehlende Satzzeichen – kann vorkommen, erschwert aber mitunter das Lesen, oder verfälscht sogar den Sinn. Aber ich will auch nicht wissen, wie da die vorherige Version aussah. Wenn dann wenigstens als Ausgleich die Handlung gut gewesen wäre. Der Autor hat sich wohl einfach die Testleser erspart.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

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  2. beatesenft sagt:

    Danke für die Warnung

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  3. Seltsam, dass mich diese Warnung nicht wundert. Als ich in der Vorschau den Titel sah, wurde ich bereits stutzig… Danke für diese ehrliche Meinung :-).

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  4. Wenn der Autor sein Werk derartig überzogen lobt, ist immer Vorsicht geboten. Nett, dass du es auf dich genommen hast, das Buch trotzdem zu lesen – dann kann ich mir das sparen…

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  5. Das hört sich ja nach einem echten Lese-Highlight an 🙂 Wie zermalmt man eigentlich sein Fleisch mit einem Schließen der Augen ? Klappt irgendwie nicht, ich muss immer die Zähne benutzen…:-) L.G. Annette

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