Rezension | Graphic Novel | Gift von Peer Meter und Barbara Yelin

Veröffentlicht: 13. März 2014 in Graphic Novel, Krimis und Thriller
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GiftKlappentext:

Bremen 1831. Mit dem Auftrag eine Reisebeschreibung über die Hansestadt zu verfassen, trifft eine junge
Schriftstellerin an der Weser ein. Doch ihr schlägt eine Atmosphäre des Misstrauen entgegen, denn die
Stadt kennt dieser Tage nur ein Thema: die unmittelbar bevorstehende Hinrichtung der mehrfachen Giftmörderin Gesche Gottfried.Bremen 1831. Den Auftrag im Gepäck, eine Reisebeschreibung über die Hansestadt zu verfassen, trifft eine junge Schriftstellerin an der Weser ein. Doch ihr schlägt eine Atmosphäre des Misstrauens entgegen, denn die Stadt kennt dieser Tage nur ein Thema: die unmittelbar bevorstehende Hinrichtung der mehrfachen Giftmörderin Gesche Gottfried. Ungewollt verbindet sich das Schicksal der jungen Frau mit dem der Gesche Gottfried…
Im März 1828 wurde in Bremen ein Kriminalfall aufgedeckt, der die Stadt erschüttern sollte und der in seiner Beispiellosigkeit ungeheures Aufsehen erregte. Bereits in den ersten Verhören gestand die 43-jährige Gesche Margarethe Gottfried, von 1813 bis 1827 fünfzehn Menschen vergiftet zu haben, darunter ihre Ehemänner, ihre Eltern und ihre Kinder. Ausgehend von diesem historischen Drama entwickeln Peer Meter (Szenario) und Barbara Yelin (Zeichnungen) eine Geschichte voller Spannung und Intensität.

Meine Meinung:

Mit „Gift“ habe ich die Serienmörder-Trilogie des Autors Peer Meter beendet. Aus folgenden Gründen ist dieses Buch für mich der schwächste Teil der Reihe: Zum einen finde ich die Zeichnungen nicht ganz so gelungen wie bei „Vasmers Bruder“ und „Haarmann“. Es ist natürlich alles Ansichtssache und ihr Talent möchte ich Barbara Yelin auch nicht absprechen, aber für mich wirkten einige der Zeichnungen einfach nicht ausgereift. Ich fand sie oft eher kindlich gezeichnet. Zum anderen muss ich sagen, dass ich mir schon etwas mehr Informationen über Gesche Gottfrieds Taten gewünscht hätte. Auch fand ich einige Passagen etwas langatmig und weniger interessant. Sicherlich, es geht in dieser Trilogie nicht vorrangig um die Gewalttaten, sondern eher um die Umgebung, in der die Verbrechen verübt wurden und um das Ausmaß der psychischen Erkrankungen der drei Serienmörder. Alle drei Bücher sind auch Zeitstudien und spiegeln die Moral und die Gesetze vergangener Zeiten. Gerade wenn es sich um das damalige Frauenbild handelt, ist man als Leserin doch mehrfach entsetzt. Wie oben bereits gesagt, ist „Gift“ für mich der schwächste Teil der Trilogie. Da ich „Vasmers Bruder“ und vor allen Dingen „Haarmann“ hervorragend fand, liegt die Latte allerdings auch ziemlich hoch. Klare Leseempfehlung auch für „Gift“.

Fazit: Einige Zeichnungen konnten nicht überzeugen und die Story hat zwischendurch Längen. Trotzdem kann ich das Buch empfehlen.

4 von 5 Sternen

  • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (12. März 2011)

Gift

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Kommentare
  1. beatesenft sagt:

    Falls du Gift oder Haarmann verkaufen solltest, wäre ich dankbarer abnehmer 😀

    Gefällt mir

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