Rezension | Roman | Doctor Sleep | Stephen King

Veröffentlicht: 8. November 2013 in Stephen King
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Doctor Sleep1Klappentext:

Die große Fortsetzung von „Shining“

Auf Amerikas Highways ist eine mörderische Sekte unterwegs. Sie hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu den Figuren und Szenerien eines seiner berühmtesten Romane zurück: Der Dreirad fahrende kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist erwachsen geworden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los, und wieder gerät er in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Die zwölfjährige Abra hat das Shining. Kann er sie retten?

Nur mühevoll kann Dan Torrance die Schrecken verarbeiten, die er als kleines Kind im Hotel Overlook erlitten hat. Obendrein hat er die Suchtkrankheit seines besessenen Vaters geerbt und nimmt daher fleißig an Treffen der Anonymen Alkoholiker teil. Seine paranormalen Fähigkeiten – das Shining – setzt er nun in seinem Beruf ein: In einem Hospiz spendet er Sterbenden in ihren letzten Stunden Trost. Man nennt ihn liebevoll Doctor Sleep. Währenddessen ist in ganz Amerika eine Sekte auf der Suche nach ihrem Lebenselixier unterwegs. Ihre Mitglieder sehen so unscheinbar aus wie der landläufige Tourist – Ruheständler in Polyesterkleidung, die in ihr Wohnmobil vernarrt sind. Aber sie sind nahezu unsterblich, wenn sie sich vom letzten Lebenshauch jener Menschen ernähren, die das Shining besitzen. Das Mädchen Abra Stone besitzt es im Übermaß und gerät ins Visier der mörderischen Sekte. Um sie zu retten, weckt Dan die tief in ihm schlummernden Dämonen und ruft sie in einen alles entscheidenden Kampf.

Meine Meinung:

„Shining“ war mein erstes Stephen King Buch und mit ihm fing für mich die „Stephen King Zeit“ an, die mich durch meine Jugend bis heute begleitet. Zwischendurch wurde es ja immer mal wieder ruhiger um den „Meister“, aber trotzdem las ich so gut wie alle seine Werke, inzwischen allerdings von den neueren Sachen weit weniger begeistert als von seinen damaligen Büchern. Mit „Joyland“ konnte er mich erstmals wieder richtig überzeugen.

Nun aber zu „Doctor Sleep“: Meine Erwartung war groß und nein, ich habe „Shining“, obwohl ich es mit 16 Jahren zuletzt gelesen habe, vorher nicht noch einmal gelesen. Und das Kuriose an der Sache: Es war so, als hätte ich das Buch gerade erst geschlossen und mir dann ansatzlos „Doctor Sleep“ aus dem Regal geholt und aufgeschlagen. Ich sah das Overlook Hotel direkt wieder vor mir und zwar mit seinen toten Gästen und den unheimlichen Begebenheiten. Das soll erst einmal ein anderer Autor nachmachen.

Zu der Geschichte an sich möchte ich nicht viel sagen, nur Eines: Auf unerwartete Wendungen und Überraschungen habe ich umsonst gewartet. Die Story ist recht vorhersehbar. Deshalb ziehe ich einen Punkt ab. Aber es ist trotzdem einfach ein Vergnügen, diesen Roman zu lesen. Ich mag Kings Schilderungen von kleinen und großen Begebenheiten und seine Fähigkeit, dem Leser die Menschen in seinem Buch nahe zu bringen. Für mich ist er ist einfach ein großartiger Geschichtenerzähler. Horror sucht man in diesem Buch vergeblich, Spannung ist auf jeden Fall vorhanden. Ich kann diesen Roman jedem Leser ans Herz legen und behaupte jetzt einfach mal, dass man „Shining“ nicht zwingend vorher gelesen haben muss. Aber man wird es dann sicher im Anschluss lesen wollen.

Fazit: Eine spannende und mystische Geschichte, toll erzählt. Ein echter „King“.

3/4 Punkten

  • Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (28. Oktober 2013)

Doctor Sleep

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Kommentare
  1. A.M. Arimont sagt:

    Ich bin mit Dr.Sleep zwar noch nicht fertig, aber was den ersten Teil angeht, kann ich schon zustimmen. Ich hatte zwei Wochen vorher erst Shining gelesen(zum ersten Mal) und war sofort wieder drinn.

    Gefällt mir

  2. Ich habe dem King mehr Punkte (oder Leseratten) spendiert, freue mich aber das die Grundstimmung auch bei anderen King Fans ähnlich war, auch ich bin jedesmal begeistert wie lebendig die Charaktere in seinen Büchern wirken und wie gut erzählt diese Geschichten einfach sind!

    Viele Grüße, Alexandra Luchs

    Gefällt mir

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