Rezension | Mystery-Thriller | Seelentausch | Martin Stefan Burkhardt

Veröffentlicht: 28. August 2013 in eBooks, Krimis und Thriller, Mystery- und Horrorthriller

SeelentauschKlappentext:

„Peter Heyde lebt mit seiner Freundin Maren auf dem elterlichen Hof in Schleswig Holstein. Die Atmosphäre zwischen den Familienmitgliedern ist bedrückend. Oft ist ein wortkarger alter Freund der Familie zu Besuch, den Maren seltsam, ja unheimlich findet. Karl Gustav Lackner ist ein Kamerad des verschwundenen Großvaters – zu den Großeltern selbst hat die Familie seit Peters Geburt keinerlei Kontakt mehr. Maren beginnt sich Sorgen um Peter zu machen: Immer öfter bekommt er Visionen von Kriegseinsätzen im Schnee, einem diabolischen Hauptmann und im Kampf erlittenen Verletzungen, die oft noch lange nach den Visionen schmerzen. Als Maren Nachforschungen anstellt, entgeht sie nur knapp einem Mordversuch durch den unheimlichen Lackner, der schließlich die Wahrheit ans Licht fördert: Lackner und Peters Großvater waren als junge Soldaten in einer Höhle in Finnland auf eine Wesenheit gestoßen, die sich von menschlicher Energie ernährt und Seelen in andere Körper verpflanzen kann. Die beiden jungen Männer ließen sich auf einen teuflischen Handel ein: Alle Kameraden ihrer Einheit gegen ein zweites Leben in jungen Körpern. Lange nach ihrer Rückkehr aus dem Krieg machen sich die beiden tatsächlich mit einem Säugling auf den Weg zurück nach Finnland: dem neugeborenen Peter. Seit dem Seelentausch wartet Karl darauf, dass die Seele seines Freundes in Peter zum Vorschein kommt. Peter und Maren machen sich in Lackners Begleitung auf den Weg nach Finnland…“

Meine Meinung:

An sich hat mir „Seelentausch“ recht gut gefallen. Die Story ist originell und wird besonders zum Ende hin richtig spannend. Allerdings wird im Klappentext schon viel zu viel über den Verlauf der Geschichte verraten, das hat mich sehr gestört. Die Horrorelemente hat der Autor gut beschrieben und die beklemmende Atmosphäre in der Höhle konnte ich mir richtig gut vorstellen. Mit dem Charakter von Maren wurde ich allerdings nicht warm. Sie verhielt sich meiner Meinung nach zu unglaubwürdig, ganz besonders wenn sie mit Peter und seiner Familie zusammen war. Lackner und der Hauptmann hingegen haben mir als Figuren sehr gefallen, während Peter in meinen Augen eher unscheinbar und blass blieb.

Größter Minuspunkt dieses Buches: Ich las u.a. von „aufheulenden Oberschenkeln“, „Frauen mit Schlafwagenblick“ und jemandem, der sich „sicher wie in Gottes Schoß“ fühlte. Dies sorgte dann dafür, dass ich an Stellen, wo es sicher vom Autor nicht vorgesehen war, lachen musste.

Ich kann nur an den Autor appellieren, das Buch (noch einmal?) lektorieren/korrektorieren zu lassen. Dann würde ich gerne 3/4 Punkten vergeben. Da ich so viele Fehler aber nicht mehr ignorieren kann, vergebe ich 2/4 Punkten. Wen eine oft unglückliche Wortwahl oder falsche Redewendung nicht stört, sollte das Buch trotzdem lesen.

Fazit: Originelle Story mit guten Horrorelementen. Leider wurde sie etwas unglücklich umgesetzt.

2/4 Punkten

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 511 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 216 Seiten
  • Verlag: Südwestbuch (1. Juli 2013)

Seelentausch

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Kommentare
  1. beatesenft sagt:

    Lese ich auch gerade, bin aber noch ganz am Anfang

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  2. Petra sagt:

    Was bitte sind „aufheulende Oberschenkel“ ? :-))) Bei den anderen beiden Redensarten wollte der Autor ja vielleicht einfach eine witzige und in seinen Augen originelle kleine Änderung vornehmen :-), denn ob nun Gottes Schoß oder Abrahams Schoß, ach was solls?!

    Gefällt mir

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