Rezension und Autorenvorstellung| Lutz C. Frey | Jake Sloburn Horror Thriller # 1 Nest

Veröffentlicht: 23. August 2013 in Krimi & Co. Fragebogen, Mystery- und Horrorthriller
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NestKlappentext:

„Vier Jugendfreunde um die 30 wagen sich zum ersten Mal in ein Bordell. Das abgelegene Haus am Waldrand scheint der richtige Ort zu sein, um sich ihren geheimsten Wünschen hinzugeben. Tatsächlich scheinen die außergewöhnlich hübschen Mädchen hier über ganz besondere Fähigkeiten in Liebesdingen zu verfügen.…und aus Extase wird Tod.
Doch plötzlich verschwindet einer der Jungs nach dem anderen und der Lusttaumel gerät zu einer irren Nachtfahrt in den Strudel des blanken Horror. Die Mädchen sind weit mehr, als sie zu sein scheinen – wenn sich der Horror und die Lust des Fleisches vereinen.Dunkle Ahnungen ziehen den mysteriösen Jake Sloburn zum Ort des Geschehens. Etwas Uraltes und Böses ist zu unheiligem Leben erwacht und lauert in den tiefen Schatten im Haus der sinnlichen Genüsse.“

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Meine Meinung:

Jake Sloburn erinnert mich mit seiner zynischen und coolen Art sehr an James Woods in „John Carpenters Vampires“. Die Story enthält genau die richtige Mischung aus Sex and Crime, die man in einem Horror-Thriller erwartet. Wie der Titel schon vermuten lässt, bekommt der Leser einige unappetitliche Szenarien mit ebensolchen Kreaturen förmlich um die Ohren gehauen. Das Rad neu erfunden hat Lutz C. Frey nicht, aber trotzdem finde ich die Story gerade wegen des Charakters Jake Sloburn absolut interessant. Mit Informationen über diesen geheimnisvollen Mann hält sich der Autor leider bis zum Ende zurück. Und auch dann bekommt der Leser nur ein paar Häppchen zugeworfen. Aber nun gut, da muss ich wohl auf den nächsten Teil warten. Geschickt gemacht, muss ich zugeben. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Fazit: Cool, unappetitlich, spannend. Absolute Leseempfehlung!

4/4 Punkten

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 337 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 80 Seiten

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Wer es noch nicht kennt, liest bitte zu dieser Aktion mein Vorwort.

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Name?
Lutz C. Frey. Aber das ist ziemlich offensichtlich ein Pseudonym. Das macht mich auf der einen Seite natürlich unglaublich inetressant und geheimnisvoll und andererseits erspart es mir unangenehme Fragen von Freunden und Kollegen. So Fragen wie: „Sag mal, bist du irre?“. Lutz hat damit kein Problem, der arme Kerl hat ja praktisch kein Privatleben, daher wälze ich das alles auf ihn ab. Gott, jetzt höre ich mich wirklich ein bisschen irre an.

Familienstand?
Ähm, wie gesagt, Lutz hat an sich kein Privatleben – der soll mal lieber schön schreiben 😉

Kinder?
Ähm, wie gesagt, Lutz hat…aber, nein, keine Kids bis jetzt.

Alter?
36. Aber ich habe betreffs des Alters möglicherweise auf einigen Plattformen gelogen. Entschuldigung. Das hier ist die Wahrheit, ehrlich. Zumindest so mehr oder weniger.

Größe?
So um die Einsachtzig. Aber wahre Größe entstammt ja bekanntlich dem Geiste. Hört man zumindest oft von körperlich eher kleinen Leuten.

Beruf?
Schriftsteller. Haha, just kidding. Im anderen Leben bin ich Berufsmusiker.

Deine Werke?
Total wenige. Ich schreibe doch erst seit kurzem (halbwegs ernsthaft). Chronologisch wären das AEON 01 (Arbeitstitel), dessen unlektoriertes Manuskript gerade bei einem Verlag herumliegt und (hoffentlich) gelesen wird. Dann kam Achtzehn, eine Kurzgeschichte um ein sexy Psycho-Girl, welches die Liebe entdeckt. Oder zumindest so etwas ähnliches. Purer Kitsch, wie du siehst! Und dann kam NEST, meine erste Geschichte um Jake Sloburn, einen Helden, der so mysteriös ist, dass ich selbst es kaum erwarten kann, zu sehen, wie sich die Sache weiterentwickelt. Das setzt allerdings voraus, dass es außer mir auch noch jemand anderen interessiert. Drück‘ mir und dem ollen Jake die Daumen, dass der Joint in dieser Story nicht sein letzter war.

Und dann? Naja, wie heißt es so schön: „Die Pipeline ist voll, ich muss es nur noch schreiben.“ (sagte der abgebrannte, schreibblockierte Schriftsteller zu seinem Verleger…)

Deine Homepage?
klick Außerdem bin ich hin und wieder auf Facebook und Goodreads.com unterwegs.

Warum schreibst du gerade in diesem Genre?
Hmm. Ich liebe diesen Kram. Horror, Suspense, intelligente Thriller. Naja, ob meine intelligent sind? Egal. Ich schaue wahnsinnig gerne Horror und Grusel, so aus den Sechzigern bis Neunzigern. Ab und an auch was modernes.

Im Grunde läuft es auf Folgendes hinaus: Ich schreibe die Bücher, die ich selbst gern lesen würde und die (hoffentlich!) noch kein anderer geschrieben hat. Es ist ein schmutziger Job, aber einer muss ihn schließlich tun.

Was hat dir dein Vater und was hat dir deine Mutter mitgegeben?
Etwas sehr Wichtiges, wenn nicht das Wichtigste überhaupt: Die absolute Freiheit, zu tun und zu lassen, was ich wollte – sie standen und stehen in jedem Fall hinter mir, und daher sind sie die Größten überhaupt, noch vor Stephen King. Knapp.

Außerdem eine einigermaßen gute Erziehung. A propos – ein kleiner Erziehungstipp für alle, die aus ihrem Kind ums Verrecken einen Geigenvirtuosen machen wollen: Lasst es! Mein Vater hatte einen riesigen Bücherschrank im Wohnzimmer. Darin konnte ich lesen, was und wann immer ich wollte, Hemingway, Homer, whatever. Aber es war nie ein Zwang da, das zu lesen. Die Bücher waren einfach da. Ich schätze, das ist ein guter Weg, aus seinem Kind etwas Vernünftiges zu machen: Leg‘ ihm einfach alle Möglichkeiten hin. Es wird schon die wählen, die ihm gefallen. Sagte der Mann ohne Kinder, haha.

Du wirst zum Essen eingeladen. Mit was könnte man dich jagen?
Schwer. Ich esse gern und probiere auch alles mindestens ein mal aus. Solange es zumindest grob in die Kategorie „Lebensmittel“ fällt.

3 Dinge, die zu einem perfekten Tag dazu gehören?
Kaffee, und zwar guter, am besten mit meiner Liebsten, nachsinnend über die Freuden und Peinlichkeiten der letzten Nacht. Neue Leser und gute Rezensionen. Und dann die Zeit haben, zu schreiben.

Dein Lieblingsurlaubsland und warum?
Fantásien. Diese Antwort ist so dämlich, dass ich selbst lachen muss. Deshalb lassen wir sie bitte so stehen.

Welcher Film bringt dich zum Lachen und welcher zum Weinen?
Roland Emmerich-Filme. Da passiert beides. Und dann ist mir schlecht.

Nein, im Ernst, ich grusele mich lieber. Aber ein toller Film für letzteres ist „Bridge to Terabithia“, zwar Disney, aber ganz großes Kino. Tolle Story.

Zum Lachen bevorzuge ich flach und dämlich: Monty Python, Leslie Nielsen, manches von Jim Carey, die Zucker- oder aber auch die Coen-Brüder, deren Filme sind klasse, wobei da jetzt nicht alles zum Lachen ist.

Deine Lieblingseissorte?
Das Bunteste, was sie haben.

Welches Buch kannst du uneingeschränkt empfehlen und warum?
„Der Club Dumas“ von Arturo Perez-Reverte. Grandiose Story, es geht um alte Bücher und die Jagd nach ihnen, und den Teufel, und Einsamkeit, schätze ich. Gemeinsam mit Polanskis „Die Neun Pforten“, der grob auf dem Buch basiert, ein Hammer-Erlebnis. Wenn ich irgendwann mal so schreiben könnte, würde ich mir irgendwas ganz Tolles gönnen – nicht nur ein buntes Eis!

Von welchem Buch sollte man die Finger lassen und warum?
Da hätte ich schon eins, das ist wirklich gräu-lich, aber dafür möchte ich nicht auch noch Publicity machen. Außerdem: Lieber Mist lesen als gar nicht lesen.

Welchen interessanten Menschen würdest du gerne mal zum Essen einladen und welches Thema würdest du dann mit ihm besprechen wollen?
John Carpenter. Hollywood, und warum man es wahrscheinlich endlich abbrennen sollte.

Eines deiner schönsten Kindheitserlebnisse?
Im Sommer mit dem Rad in irgendeine Wiese fahren, sich dort hinhauen und einen fetten Schmöker lesen, dazu Cola und Kekse in sich reinstopfen zu können, ohne dass es der Figur geschadet oder das einen auch nur ansatzweise interessiert hätte (Diät-Tipp: Besteht da etwa ein Zusammenhang?). Und die faszinierende Tatsache, wie lang als Kind noch EINE GANZE STUNDE war.

Man fragt deinen besten Freund/deine beste Freundin, wie er/sie dich mit drei Begriffen beschreiben würde. Welche wären das?
Keine Ahnung, das habe ich sie noch nie gefragt.

Dein Lieblingswitz?
Der mit den beiden Typen, von denen der eine ein Holzbein und der andere einen Buckel hat. Der Witz spielt größtenteils in Kneipen und auf einem mitternächtlichen Friedhof. Genau mein Ding also.

Lebensmotto?
Frage mich das bitte noch mal in zehn Jahren. Dann kommt es mir vielleicht weniger altklug vor 🙂

Was sollte auf deinem Grabstein stehen?
I am Leipzig. Hahaha. Größenwahn.

Was würdest du deinen Lesern gerne einmal sagen?
Dass ich sie ganz doll lieb habe, ehrlich. Und auch der wirklich supernetten Schriftsteller-Community. Dieser ganze Schreib- und Marketingkram ist für mich noch total neu, aber im Moment gibt es für mich nichts Größeres als einen netten Kommentar auf Facebook oder eine schöne Rezi. Und wenn es nur drei Leute lesen, na und? Das sind dann eben die drei coolsten Leute des Planeten.

Man muss sich einmal vor Augen halten, dass man nun immerhin die Chance hat, ein paar Menschen mit seinen Geschichten zu erreichen, auch ohne dass man eine „große Nummer“ ist. Stephen Kings erste, abgelehnte Kurzgeschichten hat jahrelang kein Schwanz gelesen!

Dieser ganze Selfpublishing-Kram ist echt ein Haufen Arbeit, der ja nur bedingt mit dem Schreiben zu tun hat. Aber wenn dann einer kommt und sagt: Tolles Buch, Lutz! – dafür lohnt es sich.

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Kommentare
  1. beatesenft sagt:

    Tolle Fragen und super Antworten. Ich hab mich köstlich amüsiert.

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  2. […] zum Interview auf Krimi & Co. […]

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  3. Cappuccino-Mama sagt:

    Er hatte die Auswahl in der Bibliothek des Vaters – und dort stand Homer – ich gehe mal davon aus, dass es sich dabei um den alten Griechen und nicht um Homer Simpson gehandelt hat!? Letzteres würden die Jugendlichen heutzutage wohl vermuten. ;o)))

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  4. D.J.Franzen sagt:

    Ein tolles Interview 🙂
    Und die Rezi macht neugierig auf den Typen, der da kiffend durch die Seiten läuft *lach*.
    Homepage des Autors abgespeichert und Nümmerchen für das Buch auf dem Radarschirm vergeben.
    Man muss ja die Konku … äh … Mitbewerber um die Lesergunst im Auge behalten 😀

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  5. Jan Wentzel sagt:

    Bin gerade durch mit Nest. Vielen Dank für die tolle Rezension und das Interview, sonst wäre mir ein tolles Lesevergnügen entgangen!!!

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  6. Petra sagt:

    Witzige Antworten 🙂

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