Rachebewertungen | Rezensions-Mafia

Veröffentlicht: 19. Oktober 2012 in Interessantes rund um Krimis und Thriller

Hätte mir vor 1 1/2 Jahren jemand gesagt, dass es eine sogenannte „Rezensions-Mafia“ oder“Rachebewertungen“ gibt: Ich hätte es nicht geglaubt.

Inzwischen weiss ich aber, wie wertvoll (und das in jeder Beziehung) positive Bewertungen gerade bei Amazon sind und wie oft Fans/Freunde/Familie mobilisiert werden, um die guten Bewertungen einer Konkurrentin/eines Konkurrenten als „nicht hilfreich“ zu melden oder das nur anhand einer Leseprobe ein Buch total verrissen wird.

Kein Wunder, dass sich viele Rezensenten hinter Fantasienamen verstecken; z. B. Amazon prüft da ja auch nichts nach.

Bitte nicht falsch verstehen: Mit begründeten negativen Rezensionen müssen alle Autoren leben, aber wenn diese dann genau wissen, wer hinter Pseudonymen steckt und das derjenige nur aus Rache oder Bosheit ein Buch verreisst, dann ist das einfach nicht in Ordnung.

Je erfolgreicher die Autoren sind, desto häufiger erhalten sie richtig schlechte Bewertungen. Und leider schreibt nur ein Bruchteil der Leser ihre Meinung zu einem Buch auf. Vielleicht sollte sich das einfach mal ändern?

Ist euch Ähnliches auch passiert?

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Kommentare
  1. Ist mir schon des öfteren aufgefallen… Gerade im Umfeld unseres Propheten (ich spreche den Namen lieber nicht aus, sonst werde ich noch verklagt) scheint dies ja Gang und Gebe zu sein. Finde ich unmöglich und wer sowas nötig hat, sollte sich nicht Autor schimpfen dürfen…

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  2. Wir bekommen leider fast täglich solche Racherezis fuer unsere ebooks seit wir im Bestseller Ranking bei Amazon in den Top 20 sind! Das ist wirklich traurig, dass sich der Mitbewerb nur auf so eine miese Art wehren kann!! lG

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  3. Helmut Uhrig sagt:

    Es gibt sicher jede Menge „Hansel“, die mit Blödsinn Ihre Zeit im Netz vertreiben. Ob das immer nur Rache ist, vermag ich nicht zu beurteilen, jedenfalls gibt es z.B. auch bei Zeitungsportalen jede Menge Besserwisser und Fundis, die dort ihr Unwesen treiben. Und in den Foren ist es ganz schlimm. Und dass Erfolg neidisch macht, ist nicht ungewöhnlich. Mich erstaunt nur die Energie, die manche dafür aufbringen.

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  4. Danke Claudia für den Beitrag 😉
    Neid, Hass, Rache, Boshaftigkeit… was auch immer dahinter steckt, ich finde es dem Autoren gegenüber nicht fair, noch unfairer aber dem Leser gegenüber, denn dieser wird verunsichert oder hinters Licht geführt.

    Deshalb immer auch in die Leseprobe hinein lesen, um selbst zu beurteilen, ob es den Geschmack trifft. Nur eine Rezension hinter dem Pseudonym? Da könnte ein Neider dahinter stecken. Worte wie Lektorat, Korrektorat oder gar beides zusamemmen, Plot, Protagonist oder Handlungsplot sind zumeist mit einer Gefälligkeits- oder Hassrezension zu verbinden, je nachdem.

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  5. Don’t feed the amazon Rezi trolls 😉

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  6. Diese Entwicklung ist wirklich nicht schön, zumal man sich Rezensionen in Buchshops kaum noch verlassen kann.
    Ich geh auch immer mehr dazu über, Rezensionen von Bloggern zu lesen, die scheinen mir wesentlich ehrlich zu sein.

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  7. Ich finde es sehr sehr schade, dass dieser Neid existiert. Zuim Glück habe ich es noch nicht erfahren, aber ich bin ja auch noch eine sehr junge Autorin. Ausserdem habe ich ein sehr sensiebles Thema aufgegriffen.
    Na ja, was soll ich sagen? Manche Menschen tun mir einfach nur Leid.

    Es werden aber auch nur tolle Leute beneidet! Du weisst doch: „Neid muss man sich erarbeiten“. Welcher Mensch macht sich schon die Mühe, einen konkurenzlosen Menschen negativ zu beurteilen.
    Daher kann ich sagen, dass negative Bewertungen neugierig machen …

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  8. jeamy sagt:

    amazon sollte „Kundenrezensionen“ ind „Kundenmeinung/-feedback“ umbenennen, den meist ist es nur das.

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  9. Sabine Reiff sagt:

    Ich hatte heute eine Rezi drin, in der nicht mein Buch objektiv rezensiert wurde, sondern die Möglichkeit zum Rezensieren sehr frech als Werbung für ein Verlagsbuch genutzt wurde. In der 6zeiligen Rezi tauchte 3x der Name des Wettbewerbbuches auf. Leider musste ich feststellen, dass dieser Rezensent/in, so schon öfter vorgegangen ist. Auch da frage ich mich, was da nun dahinter steckt. Das wirft in meinen Augen weder ein gutes Licht auf den Verlag noch auf die Autorin und hat mit Fairness nichts zu tun.

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  10. Eine riesengroße Schweinerei, die mich wahnsinnig ärgert und auch traurig macht. Neid und Missgunst unter Kollegen, obwohl der Kuchen doch groß genug ist für uns alle, finde ich nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch schwachsinnig.
    Ich habe mich aus diesem Grund aus fast allen Facebook-Gruppen zurückgezogen. Bisher hat es mich noch gar nicht schlimm getroffen – nur vereinzelt – aber was man so mitbekommt… Das sind Dinge, von denen ich gar nichts wissen will. Manchmal komm ich mir vor wie Nicole mit ihrer weißen Gitarre, „Ein bisschen Frieden“ trällernd.

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  11. Pat McCraw sagt:

    Ich wüsste im Moment weder auf welchem Platz meine Bücher stehen noch welche Kommentare verfasst wurden. Wir haben das schönste Herbstwetter, ich habe so viele gute Geschichten im Kopf, die geschrieben werden wollen. Warum sollte ich meine Zeit mit so negativen Auswüchsen der Menschheit vertändeln? So, und jetzt Browser aus und ab in die Sonne 🙂

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  12. Florian sagt:

    Bisher bin ich davon zum Glück verschont geblieben.
    Bei einem Roman kam es vor, dass ich böse Mails bekam, die nicht mir galten, sondern der „dubiosen Verlegerin“. Das hat sich aber Gott sei Dank nicht in Rezensionen gezeigt.

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  13. Selbst auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen: Es gibt sicherlich etliche Leute, die Rezensionen mit dem Ziel schreiben, ein Buch besonders gut bzw. besonders schlecht dastehen zu lassen. Solche Rezis lassen sich ja meist leicht erkennen.
    Es gibt aber auch den Fall, dass ich ein Buch bzw. E-Book kaufe, lese und einfach schlecht finde, unabhängig davon, wie viele gute Rezis es vorher bekommen hat und auf welchem Amazon-Rang es gerade steht. Wenn dem so ist, schreibe ich das auch. Und da mir als Autorin ein sorgsamer Umgang mit meinem Handwerkszeug, der deutschen Sprache, sehr wichtig ist, tauchen in solchen Rezensionen durchaus auch mal Begriffe wie „Interpunktion“ oder „Grammatik“ auf.
    Mir ist klar, dass jeder Autor und jede Autorin davon überzeugt ist, gerade ein phantastisches Buch veröffentlicht zu haben. Niemand wird freiwillig schlechter schreiben, als es ihm möglich ist. Dennoch kann es nichts schaden, nach dem ersten Ärger über eine schlechte Rezension zumindest einen Augenblick lang die Idee zuzulassen, dass das eigene Werk vielleicht doch noch nicht perfekt ist – und daraus für das nächste Manuskript zu lernen.

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  14. Waltraud sagt:

    gibt es das „perkekte Werk“ überhaupt? Man kann noch so oft feilen und überarbeiten, umformulieren – sobald das Buch gedruckt ist, fällt einem auf Anhieb etwas auf, das man hätte anders/besser machen können. Oder geht es vielleicht nur mir so?

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    • Erika Krammer-Riedl sagt:

      Was ist perfekt? Nichts und niemand ist perfekt. Das wäre auch langweilig 😉 Nicht mal die Natur ist perfekt. Kein Blatt eines Baumes gleicht dem anderen. Die Schönheit liegt immer noch im Auge des Betrachters und Geschmäcker sind verschieden. Wenn wir nur perfekte Dinge in die Welt setzen wollten, wäre sie ziemlich leer. Und vor allem, wer kann beurteilen, was perfekt ist und was nicht?

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  15. Erika Krammer-Riedl sagt:

    Leider betrifft diese Entwicklung nicht nur Amazon. Auf jedem Portal müssen Leute heute ihren „Müll“ hinterlassen. Meist entlarven sich diese sogenannten „Rezensenten“ jedoch selbst, schon allein durch ihren Stil. Ja, es wäre an der Zeit, die Rezensionen in „Lesermeinungen“ umzubenennen. Früher haben Rezensionen nämlich nur Leute verfasst, die eine fundierte, ernstzunehmende Kritik (auch positiv bzw. konstruktiv) schreiben konnten. Leute, die selbst anerkannte Schriftsteller waren, wie z. B. Hermann Hesse, oder Literaturkritiker, Journalisten vom Fach.
    Wie gesagt, das Gleiche passiert auch auf anderen Portalen, wo Hinz und Kunz hineinschreiben können, z. B. HolidayCheck.
    Solange jeder, der auch nur irgendwie einen Computer bedienen kann, sich bemüßigt fühlt, überall seinen Senf dazuzugeben, wird sich daran nichts ändern. Am besten ignorieren!

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  16. Hope sagt:

    Seit einiger Zeit lässt sich in den Netzwerken beobachten, wie von dieser Tendenz immer häufiger berichtet wird. Ich finde beides – sowohl Freundschafts- als auch Rache-Rezensionen – ziemlich bedenklich, weswegen ich selbst auch gar keine Rezensionen (weder bei Amazon, noch im eigenen Blog) schreibe.
    Gerade, weil ich mich nun ja selbst als Schreiberling versuchen möchte, könnte mir doch im Zweifelsfall immer Eigennutz unterstellt werden. Würde ich beispielsweise das Buch eines Autoren loben, mit dem ich bekannt oder befreundet wäre, könnte ja ggf. einen gegenseitige Absprache oder gezieltes Kalkül dahinter stehen. Kritisiere ich hingegen das Buch eines Autoren, setze ich mich möglicherweise dem Vorwurf aus, aus reinem Konkurrenzneid so gehandelt zu haben.

    Daher ist eine komplette Rezensions-Verweigerung für mich persönlich die einzig mögliche Wahl. Meiner Meinung nach sollte man sich von vorneherein für eine Seite entscheiden: Entweder möchte man Autor sein und akzeptiert, dass andere einen in Rezensionen bewerten – oder man ist Leser und beurteilt die Werke von Autoren in Rezensionen.
    Natürlich ist dies aber nur meine persönliche Auffassung. ;o)

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  17. C. M. Singer sagt:

    Bis jetzt bin ich von diesem Phänomen weitgehend verschont geblieben *auf Holz klopf*.
    Aber vielleicht sollte ich mir ja Gedanken machen, warum ich noch nicht so viele Neider habe … Hmm, nein, ich glaube, das ist schon ganz gut so 😉

    Jedenfalls sind diese kleinen Grabenkämpfe unter Autoren mit ein Grund, warum ich mich aus Autorengruppen und -foren so ziemlich zurückgezogen habe. So etwas verschlingt viel Zeit und Energie, die man woanders besser einsetzen kann. Zum Beispiel beim Austausch mit Lesern. Das ist meistens auch viel, viel, VIEL motivierender und inspirierender 🙂

    Und hier noch ein geniales und wahres Zitat aus „Midnight in Paris“.
    Ein Jungautor bittet Ernest Hemingway, sein Manuskript zu lesen. Das ist Hemingways Antwort:

    „If it’s bad, I’ll hate it. If it’s good, then I’ll be envious and hate it even more. You don’t want the opinion of another writer.“

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  18. Mogwai sagt:

    schade, dass es Neider gibt, die sich dafür rächen, dass sie weniger Erfolg haben. Leider wird es solche Leute immer geben. Aber erfolgreicher werden sie damit sicher nicht!

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  19. micido sagt:

    Ich finde es schade, dass es immer wieder Neider gibt… Sollte man doch froh sein, dass es so viele Autoren gibt, somit ist für jeden Leser was dabei. Neid kann man auf viele Weisen ausdrücken, aber leider sind die meisten so primitiv, dass Sie es nur auf diese eine Weise ausdrücken können. Aber dies ist nicht nur bei den Autoren zu merken, sondern auch in anderen Berufszweigen. Auch da lassen Mitbewerber manchmal als angeblicher Kunde böse Kommentare auf Homepagen ab…..
    Meine Meinung müssten Portale immer mal wieder Prüfen, wer hinter den Rezis stecken. Aufwand zu groß? Schade…..
    Ich schaue gar nicht mehr bei Amazon und co. auf die Rezis. Ich habe meine Buchblogs abon. und da entdecke ich immer wieder neu Autoren die mir gefallen. Bei Facebook haben wir eine tolle Lesegruppe, auch da hole ich mir immer wieder tolle Bücherideen. Denn auch da weiß ich, das Du nur nette Menschen Ihre Meinung kunt tun….
    In diesem Sinne….

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  20. tigger0705 sagt:

    Hätte ich vor einigen Monaten gewußt, dass es so einen Kampf um Rezensionen gibt, hätte ich wohl keinen Blog gestartet. Ich finde es schade, dass sich immer alle bekriegen müssen. Können wir nicht einfach von einander lernen?

    Bei einem Buch ist mir es dann aber auch passiert, dass meine Rezension als nicht hilfreich markiert wurde. Ich glaube es stand 2 zu 5 oder so. So etwas finde ich schade, da ich eigentlich nur den anderen Lesern mitteilen wollte wie ich das Buch fand. Ich schreibe auch ausdrücklich nur meine Meinung und lass mir nicht reinreden. Entweder ich fand das Buch gut, dann gibt es natürlich eine positive Bewertung oder nicht so gut. Selbst dann sag ich nicht, das Buch ist aber sch… , sondern empfehle es Leuten die daran vielleicht Spaß haben, es aber nicht so mein Ding war.

    Ich finde die Autoren geben sich alle so viel Mühe, da darf man eigentlich nicht aus Rache etwas schlecht bewerten. Was kann der Autor denn dafür, wenn er deinen Geschmack nicht getroffen hat. Kein Grund gleich ausfallend zu werden.

    Tja ich glaub jetzt hab ich schon wieder viel zu viel gesagt. Entschuldigt wenn es etwas chaotisch rüber kommt.

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