Rezension eBook Krimi Ode an die Schönheit von Frank Morsbach

Veröffentlicht: 5. August 2012 in eBooks, Krimis und Thriller
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Kurzbeschreibung:

Zweieinhalb Jahre vor ihrer Pensionierung nach Wuppertal strafversetzt, wird Kommissarin Britta Binz direkt mit dem Mord an der bildhübschen Studentin Sonia Weidener konfrontiert, die sich in ihrer Freizeit prostituierte. War es einer ihrer erlesenen Kunden auf der Suche nacvh dem ultimativen Kick? Oder sah ihr Freund doch nicht alles so gelassen, wie er vorgibt? Und gab es nicht vorher ähnliche Fälle in der Umgebung? Und was hat es mit diesem alternden Lebemann auf sich, einem angesehenen Bürger der Stadt, der von ihm bezahlte Frauen wie Sonia in Oper, Theater und teure Restaurants ausführt, um sich der Illusion hinzugeben, sie wären seine Geliebten? Oder hat das Enfant terrible, Britta Binz‘ Assistent Marcel Beeckmann, doch Recht, wenn er sagt, da habe jemand beim entspannten Spiel Gefühle, Zärtlichkeit, Sex, Liebe, Mensch gegen Geld nicht mitgespielt? Und – nebenbei bemerkt – klingt da nicht sogar Sympathie für den blutigen Spielverderber aus seinen Worten?
Und schließlich die Kommissarin selbst, die, immer noch voller Engagement und Wut über Gewalt und Ungerechtigkeit, doch heimlich von einem unbeschwerten Ruhestand an der Seite ihres Lebensgefährten träumt? Ahnt sie die tödliche Gefahr oder werden die Abgründe, die sich schließlich deutlich und klar vor ihr auftun, auch sie verschlingen?

Meine Meinung:

Ein Ermittler, der einem bekannten französischen Schauspieler ähnelt, eine Kommissarin, die stark an Hannelore Hogers Paraderolle als „Bella Block“ erinnert und Morde an Prostituierten noch dazu im S/M Bereich. Das alles hört sich sehr vielversprechend an und anfangs las sich der Krimi auch so. Wunderte sich der Leser zunächst noch über einige unprofessionelle Denk- und Verhaltensweisen besonders seitens des Kommissars, stören diese nach einiger Zeit einfach nur noch. Auch klingen zu viele Dialoge holprig und hölzern. Als nach der Hälfte des Krimis offen gelegt wurde, wer denn nun mordete, war die Luft aus dem Buch heraus. Frank Morsbach hat sicher die nötige Phantasie, um eine gute Story zu schreiben, nur scheitert es leider an der Umsetzung. Anzumerken ist hier auch das schlechte oder eventuell ganz fehlende Lektorat/Korrektorat: Brüder haben verschiedene Nachnamen, die ein paar Seiten später dann wieder zum identischen Nachnamen werden. Vertauschte oder anders geschriebene Nachnamen findet man auch bei einigen Nebenfiguren des Buches. Sehr schade.

Fazit: Leider wird zu schnell bekannt gegeben, wer mordete. Zu viele enthaltene Fehler stören den Lesegenuss.

1/4 Punkten

  • Dateigröße: 408 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 300 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1471616452
  • Verlag: Frank Morsbach; Auflage: 1 (29. Januar 2012)
  • Preis eBook: €4,99
  • Preis print: €14,90
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Kommentare
  1. laberladen sagt:

    Ach wie schade … die Grundidee hätte mir auch Lust auf dieses Buch gemacht, aber was Du bemängelst, stört mich persönlich auch total bei einem Buch. Da werde ich sicherlich auch keinen Spass haben und lass lieber die Finger davon.
    LG Gabi

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  2. Frank Morsbach sagt:

    Aber nicht wieder Wählen oder Heiraten, ohne vorher die Claudia zu fragen.

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