Rezension Thriller Final Cut von Veit Etzold

Veröffentlicht: 19. Mai 2012 in Krimis und Thriller
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Kurzbeschreibung:

Du hast 438 Freunde auf Facebook.
Und einen Feind.

Die Freunde sind virtuell, der Feind ist real.

Er wird Dich suchen.
Er wird Dich finden.
Er wird Dich töten.

Du hast 438 Freunde auf Facebook.
Und keiner wird etwas merken.

Ein Killer, der wie ein Computervirus agiert: unsichtbar und allgegenwärtig. Er nennt sich der Namenlose, und seine Taten versetzen ganz Berlin in Angst und Schrecken. Hauptkommissarin Clara Vidalis und ihr Team sind in der Abteilung für Pathopsychologie ohnehin schon für die schweren Fälle zuständig, aber die Vorgehensweise dieses Verbrechers raubt selbst ihnen den Atem. Perfide und genial, lenkt er die Ermittler stets auf die falsche Fährte. Und erst allmählich begreift die Kommissarin, dass der Namenlose sein grausames Spiel nicht mit der Polizei spielen will, sondern nur mit einem Menschen: mit ihr, Clara Vidalis. Während die Ermittler noch verzweifelt versuchen, die Identität des Killers aufzudecken, startet der Medienmogul Albert Torino eine neue Casting-Show. Und es gibt jemanden, der diese Show für seine eigenen, brutalen Zwecke nutzen wird: der Namenlose.

Meine Meinung:

Es ist doch sehr erschreckend, zu welchen Perversionen der Mensch fähig sein kann. Veit Etzold fesselt den Leser von der ersten Seite bis zur letzten Seite und gewährt ihm Einsicht in menschliche Abgründe, die man sich kaum vorstellen mag. Dieses Buch ist garantiert nichts für sensible Gemüter: Kindesmissbrauch, abartige sexuellen Neigungen und Nekrophilie sind nur einige Stichworte. Erschreckend auch der Bezug zu sozialen Netzwerken: eventuell sollten alle doch noch einmal darüber nachdenken, was und wieviel so alles öffentlich preisgegeben wird und wie einfach es sein kann, in fremde Identitäten zu schlüpfen. In einem anderen Handlungsstrang wird das leidige Thema „Casting-Show“ aufgegriffen. Auch hier stellt Veit Etzold den oft menschenverachtenden Umgang mit Zuschauern und Kandidaten realistisch dar. „Final Cut“ ist ein sehr vielschichtiger Thriller, der sich auch mit der Täter/Opferrolle auseinandersetzt und den Leser am Ende nachdenklich zurücklässt. Trotz der Brutalität gehört dieser Thriller zu meinen bisherigen Highlights 2012, denn er spiegelt die Verrohung unserer Gesellschaft glaubhaft wieder.

Fazit: Intelligent, realistisch, erschreckend. Ganz klare Leseempfehlung für diejenigen, die gerne harte Thriller lesen.

Ich kann nur 4/4 Punkten vergeben; in diesem Fall dürften es gerne mehr sein.

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 2 (18. Mai 2012)
  • Preis: €8,99
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Kommentare
  1. Klingt interessant, kommt auf meine Wunschliste, Danke für die Rezession!

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  2. […] Eine Rezension von Claudia von Krimi&Co. […]

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  3. Yase sagt:

    ich bin so gut wie durch mit dem buch und kann nur sagen: es zwingt einen auf, umzudenken, dinge von zwei seiten zu betrachten und auch zu durchleuchten….ich kann es auch nur empfehlen…aber es ist tasächlich nichts für „weicheier“ 🙂

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  4. Tatjana sagt:

    Habe mir das Buch gekauft weil mich der Name sehr ansprach. Anfangs muss ich zugeben, hatte ich überhaupt keine Lust das Buch zu Lesen, da von mehreren Personen erzählt wurde. Als ich es doch schließlich angefangen hatte zu Lesen, war ich begeistert! Dieses Buch hat mich förmlich gefesselt und ich konnte es kaum erwarten weiter zu Lesen. Es ist super gut geschrieben und eventuelle Wörter die man so nicht verwendet werden auch sehr gut beschrieben und man versteht es sehr gut. Ich bin total begeistert und kann das Buch jedem empfehlen der gerne auf Thriller steht. Das Buch regt wirklich sehr zum nachdenken an. Und das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen 🙂

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  5. Christian von Gilead sagt:

    Unverständnis!

    Mir ist unverständlich, was man an diesem Buch finden kann…
    Eine eindimensionale Handlung, die ab Seite 3 keine Überraschung mehr hat… Charaktere ohne jede Tiefe, die immer genau das machen, was die story voran treibt (allen voran eine Hauptkommissarin, die mal knallhart daher kommt und der mal schon schlecht wird, wenn sie eine Leiche sieht) … ewige schriftstellerische Wiederholungen (ich sag nur: Säure die im Magen hochsteigt. Passiert jedem einzelnen Charakter mindestens 15 Mal in diesem Buch) … eine völlig sinnlose Nebenhandlung über eine abstruse Casting-Show, die nix, aber auch garnix, mit der Story zu tun hat, bis auf eine überkonstruierte Verbindung am Ende … ein peinlicher Schreibstil, der durch seine Selbstverherrlichung zum Fremdschämen einläd … dazu ein braver Rundumschlag in Richtung facebook und Co, der etwa so aktuell ist, wie ein VoKuHiLa-Haarschnitt…

    Ich hab das Buch gelesen, weil ich es für meinen Radiosender rezensieren wollte; dann war ich irgendwann in der Mitte und hab es einfach weitergelesen, weil es nichts Traurigeres gibt, als Bücher nicht zu Ende zu lesen.
    Ich kann JEDEM nur raten, damit erst gar nicht anzufangen. Das ist richtig großer Schrott, der künstlich auf Romanformat aufgeplustert wurde.

    Schlechter als schlecht!

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  6. Ari sagt:

    Ich bin eigentlich überhaupt keine Leseratte, aber im Urlaub hatte ich sehr viel Zeit und mir viel dieses Buch wegen seinem Einband auf. Somit nahm ich es mit und hatte es in weniger als einer Woche durchgelsen… Dieser Thriller ist von Anfang bis Ende super spannend und aufwühlend. Es verändert den Blick auf die Netzwerke im World Wide Web. Es ist die perfekte Einstiegsdroge für zukünftige Thriller-Fans!!!

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