Rezension: „Torso“ von Wolfram Fleischhauer

Veröffentlicht: 1. November 2011 in Krimis und Thriller
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Kurzbeschreibung:

Zwei Tote. Ein Rätsel. Keine Gnade. In einem leerstehenden Berliner Hochhaus macht die Polizei einen grausigen Fund. Ein makaber drapierter Frauentorso stellt alles in den Schatten, was Hauptkommissar Zollanger in seiner Laufbahn je zu sehen bekam. Anderswo in Berlin will eine verzweifelte junge Frau nicht an den »Selbstmord« ihres Bruders glauben – und sticht ahnungslos in ein Wespennest aus Gier, Verrat und Vertuschung übelster politischer Machenschaften. Der große Thriller von Wolfram Fleischhauer.

Meine Meinung:

„Torso“ war mein erstes Buch von Wolfram Fleischhauer. Dem Klappentext entnimmt man, dass er vorher  „Romane über die Künste“, einen „Familienroman“ und einen „Universitätsroman“ geschrieben hat. „Torso“ ist sein erster literarischer Thriller. Und in diesem Fall muss ich leider sagen: Ich hoffe auch, sein Letzter.

Das Cover sieht äußerst vielversprechend aus und auch der Klappentext verspricht eine spannende Lektüre. Doch weit gefehlt. Ich habe mich wirklich sehr selten so durch ein Buch quälen müssen. Das mag an der Story liegen: Müder Ost Ex-Vopo ermittelt mit einem farblosen Team, über dessen Vita man so gut wie gar nichts erfährt. Ein Torso, bestehend aus Leichenteilen von Menschen und Tieren, wird gefunden und bald darauf ein zweiter und ein dritter. Wer jetzt aber auf eine spannende Mördersuche oder gar gute Ermittlungsarbeit der Protagonisten hofft, wird schwer enttäuscht. Nein, die Torsi haben erst auf den zweiten Blick überhaupt etwas mit der ganzen Story zu tun. Es geht vielmehr um Korruption, Wirtschaftskriminalität, Bankwesen, Blender, Politik und Klüngel. Wohlgemerkt in der Ex-DDR. Falls jemanden dieses Thema wirklich brennend interessiert, ist er mit diesem Buch, welches meilenweit von einem Thriller entfernt ist, wohl gut bedient. Die Auflösung war für mich schlichtweg unglaubwürdig, um nicht zu sagen haarsträubend.

Ich kann dieses Buch nicht weiterempfehlen.

Geschrieben für www.bookola.de.

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Droemer (4. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426198533
  • ISBN-13: 978-3426198537
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 3,6 cm
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Kommentare
  1. Ati sagt:

    Danke für die aussagekräftige Rezi. Ein Buch das ich sicherlich auch nicht lesen muß.

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  2. sandra schwoll sagt:

    Ich glaube, dann brauche ich das Buch nicht, für Wirtschaftskriminalität und politische Machenschaften brauche ich nur die Tageszeitung aufzuschlagen :o)

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  3. mordsbuecher sagt:

    Ich habe diese Buch auch gelesen und mich regelrecht gequält, schade habe mir davon versprochen !!!

    Bin ganz Deiner Meinung

    Lg Wenke

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  4. buch im kopf sagt:

    Nein, nein, nein… ich kann Euch leidet nicht zustimmen 😀 Ich fand das Buch klasse! Mein erster aber definitiv nicht mein letzter Fleischhauer!

    lg Tatjana

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